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„Bin gleich auf dem Weihnachtsmarkt“: Satireaccount zeichnet Weg von Omikron durch Deutschland nach

Ein Twitter-Account zeichnet die Tour der neuen Virusvariante durch Deutschland nach.

Hannover.Die neue Coronavirus-Variante B.1.1.529, kurz „Omikron“, alarmiert die Politik und die Wissenschaft. Für Reisende aus dem südlichen Afrika gelten strenge Quarantänevorschriften, das bei Touristen beliebte Südafrika gilt inzwischen als Virusvariantengebiet.

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Klar ist allerdings: Die besorgniserregende Variante ist bereits in Europa angekommen. Nach ersten Fällen in Deutschland, Großbritannien und Italien wurde die neue Mutante an diesem Wochenende auch in Tschechien gemeldet. In Bayern bestätigten die Behörden zwei Fälle.

Diese beunruhigende Nachricht lässt nun Nutzerinnen und Nutzer in den sozialen Netzwerken kreativ werden. Auf Twitter postet seit Bekanntwerden der neuen Variante ein Nutzer mit dem Namen „Omicron aka B.1.1.529″. Satirisch und mahnend zeichnet er in der Rolle des Virus den möglichen Weg der neuen Variante durch Deutschland und Europa nach.

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„Ich bin neu hier“

Der erste Tweet von Omikron beginnt noch harmlos. Am 26. November twittert das Virus: „Ich bin neu hier, was muss ich jetzt machen?“

Kurz darauf werden seine Pläne konkreter: „Mein Flieger hat ein paar Minuten Verspätung. Aber das macht nix, ich bleibe länger in Deutschland.“ Und dann: „So, nun bin ich offiziell eingereist. Mal schauen was der Tag so bringt.“

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Und schließlich berichtet Omikron von seinem ersten Besuch in Deutschland: „Frankfurt gefällt mir gut. Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt heute Abend steht fest. Da soll es Ungeimpfte geben, so muss ich mir nicht mal Mühe geben.“

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Freude über volles Stadion

Seither ist die twitternde Virusvariante nicht mehr zu stoppen: „Guten Morgen und einen wunderschönen ersten Advent wünsche ich euch allen. Statt zu Haus die ersten Plätzchen zu backen, könntet ihr doch den verkaufsoffenen Sonntag vieler Städte nutzen und Geschenke shoppen. Man sieht sich!“, schreibt „Omicron aka B.1.1.529″ sarkastisch.

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Eine gute Alternative zur Verbreitung der neuen Variante sind natürlich die Weihnachtsmärkte, auch in anderen Städten. „Die Kölner Weihnachtsmärkte sind so schön! Und Ungeimpfte herzlich willkommen“, twittert das Virus.

Auch das Bundesliga-Spiel in Köln mit 50.000 Zuschauerinnen und Zuschauern bietet für Omikron beste Voraussetzungen: „Ich will euch nicht länger im Unklaren lassen: Ja, ich bin gleich im RheinEnergieSTADION! 2G und Maskenpflicht. Mal sehen ob sich das Ganze lohnt. Seid ihr auch so aufgeregt wie ich? 50.000! Toll!“

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Virus ruft zum Impfen auf

Auch die Reaktionen der Politik verspottet das Virus. Auf einen Tweet von Olaf Scholz, in dem er einen Krisenstab ankündigt, twittert es: „Das mit den Krisenstäben müsst ihr mir bitte mal erklären. In wie weit hilft es gegen mich, wenn sich immer wieder neue dieser Stäbe bilden und beraten?“

Immerhin: „Omikron“ hat auch ein paar Tipps parat, wie man sich schützen kann. So empfiehlt es seinen Followern, sich impfen zu lassen – wenn auch auf seine ganz eigene Art: „Noch mal zusammengefasst: Geimpft gebt ihr mich weiter, aber ich tu euch nicht weh. Es ist eure Entscheidung wie wir uns begegnen und wie ihr euch schützt. Ich will und werde mich ausbreiten, alles andere liegt bei euch.“

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Bislang ist tatsächlich nicht ganz klar, wie gut die derzeitigen Impfstoffe gegen die neue Variante schützen. Expertinnen und Experten vermuten, dass sie gegen die Variante B.1.1.529 weniger effektiv sein könnten, jedoch weiterhin schwere Verläufe verhindern.

Wer hinter dem Twitter-Account steckt, ist unklar. Die twitternde Virusvariante allerdings hat innerhalb weniger Tage 20.000 Follower gesammelt.

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Variante breitet sich weiter aus

Zuletzt hatte sich die neue Virusvariante Omikron in Europa weiter ausgebreitet. Das britische Gesundheits­ministerium teilte am Samstag mit, dass zwei Personen in der südostenglischen Stadt Brentwood und in der zentralenglischen Stadt Nottingham positiv darauf getestet worden seien. Zwischen den Fällen bestehe eine Verbindung. Sie gingen auf eine Reise aus dem Süden Afrikas zurück.

In den Niederlanden wurde am Samstag geprüft, ob sich unter 61 positiv auf Corona getesteten Insassen zweier Flüge aus Südafrika jemand mit der neuen Variante angesteckt hat.

Die Weltgesundheits­organisation WHO stufte die Variante am Freitag als „besorgniserregend“ ein und gab ihr den griechischen Namen Omikron. Das Genomforschungsinstitut NGS-SA in Südafrika erklärte, dass die neue Virusvariante zahlreiche Mutationen aufweise. Dies lege nahe, dass sie leichter übertragbar als andere Varianten sei. Bereits an Covid-19 erkrankte und genesene Personen könnten sich somit wieder anstecken. Ob aktuell verfügbare Impfstoffe weniger wirksam gegen die neue Variante sind, dürfte erst in Wochen feststehen. Noch ist unklar, ob die Variante zu einer schwereren Erkrankung als andere führt.

RND/msc/dpa

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