Neue Greta-Witze von Dieter Nuhr: Löst sie den Dritten Weltkrieg aus?

  • Mit seinen Witzen über Greta Thunberg hatte Dieter Nuhr einen Entrüstungssturm im Netz ausgelöst.
  • In der neuen Ausgabe seiner ARD-Show äußert sich der Kabarettist erneut zur Klimaaktivistin und seinen Kritikern.
  • Er spricht von einer „Stufe der Hysterie, in der Meinungsvielfalt weder möglich noch erwünscht“ sei.
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Berlin. Für Äußerungen über die Klimaaktivistin Greta Thunberg hatte der Kabarettist Dieter Nuhr jede Menge Kritik auf sich gezogen. In der ARD-Sendung „Nuhr im Ersten“ spottete er vergangene Woche unter anderem: „Ich bin gespannt, was Greta macht, wenn es kalt wird. Heizen kann es ja wohl nicht sein.“ Ein weiterer Spruch: „Meine Tochter geht ja auch zu den Freitagsdemonstrationen, deswegen heize ich nicht mehr im Kinderzimmer.“

Nach einem Entrüstungssturm im Netz legte der Comedian in der neuen Ausgabe seiner Sendung nach. Schon in der Anmoderation von „Nuhr im Ersten“ machte er klar, dass er nicht mal im Geringsten von seinen Aussagen abrücken will. „Hallo und herzlich willkommen zu ‚Nuhr im Ersten‘, heute nur mit moralpolizeilich abgenommenen Witzen“, begann er seine Sendung.

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„Habe die aktuellen Diskussionsverbote nicht beachtet“

Und dann kam Nuhr nochmals auf die Klimaaktivistin zu sprechen: Er fände es zwar gut, dass Greta das Klima thematisiere, glaube aber, dass ihre Forderungen in ihrer ganzen Radikalität in eine Katastrophe führten. „Was ich letzte Woche vergessen habe zu sagen: wahrscheinlich auch in einen Dritten Weltkrieg.“

Nuhr weiter: „Ich hatte vergessen, dass man Greta ohne Einschränkung huldigen muss. Dass wir hier keine Satire machen, sondern einen Gottesdienst.“ Er selbst habe auch nicht alles richtig gemacht, so der 58-Jährige: „Ich habe die aktuellen Diskussionsverbote nicht beachtet.“

Statement gegen die AfD

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Kabarett sei in den meisten Fällen heute ein Treffen von Gleichgesinnten zum Zwecke der Selbstbestätigung, so Nuhr. Da sei er natürlich raus. „Wir sind offensichtlich mit Greta auf einer neuen Stufe der Hysterie angekommen, in der Meinungsvielfalt weder möglich noch erwünscht ist“, so der Kabarettist.

Kritiker hatten Nuhr nach der letzten Sendung geschmacklose Witze über eine 16-Jährige vorgeworfen – andere verglichen den Kabarettisten mit Politikern der AfD. In der neuen Sendung machte Nuhr deutlich, dass er mit seinen Aussagen keineswegs ins Horn der AfD blasen wolle. „Dort will man jetzt erst recht Riesenautos kaufen und Vollgas geben, weil man in dem Verein geistig über den Kindergarten ohnehin noch nicht hinausgekommen ist“, so Nuhr.

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RND/msc