Neue Doku über die Queen: Haltung bewahren, auch in tiefer Trauer

  • Am 21. April wird Queen Elizabeth 95 Jahre alt.
  • Überschattet wird ihr Ehrentag vom Tod ihres Gatten Philip, der mit 99 Jahren in Windsor starb.
  • Eine neueZDF-Dokumentation verneigt sich nun vor der Monarchin und würdigt ihre Leistung, auch in turbulenten Zeiten wie diesen „die Firma“ am Laufen zu halten.
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Es war vielleicht die denkwürdigste Formulierung aus dem in vielerlei Hinsicht bemerkenswert offenen Interview von Prinz Harry und seiner Gattin Meghan im US-Fernsehen. Gegenüber Talk-Legende Oprah Winfrey sprachen sie immer wieder salopp von „der Firma“, wenn sie das britische Königshaus beschrieben. Fakt ist: Elizabeth II führt „die Firma“ noch immer souverän und unbeirrt, wie die neue ZDF-Dokumentation „ZDFzeit: Die Queen und die Macht der Bilder“ zeigt.

Der Beitrag von Ulrike Grunewald ehrt die Monarchin einen Tag vor ihrem 95. Geburtstag und würdigt ihre Leistung, den Buckingham-Betrieb auch in äußerst turbulenten Zeiten am Laufen zu halten. Die Lasten, die die Monarchin zu schultern hat, sind aktuell noch einmal enorm angestiegen. Ihr Gatte Philip, der am 9. April mit 99 Jahren auf Schoss Windsor verstarb, war für Elizabeth stets die wichtigste Stütze.

Und jetzt bitte: einfach nur lächeln

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Das Paar, dessen Ehe auch bis ins hohe Alter als glücklich zu bezeichnen war, hatte ein langes, erfülltes Leben miteinander verbracht. Elizabeth und ihr Prinz-Gemahl, der in der Logik der Erbfolge selbst nie „König“ genannt werden durfte, heirateten 1947. In den vergangenen Monaten verbrachten sie noch viel Zeit miteinander, trotz der angeschlagenen Gesundheit von Philip und einiger Krankenhausaufenthalte. Wie es hieß, verlief auch sein Sterben auf dem Familiensitz „friedlich“.

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Vor Trauerfeier von Prinz Philip: Sohn Prinz Edward an Schloss Windsor eingetroffen
1:51 min
Die Beerdigung von Prinz Philip findet coronabedingt nur im kleinsten Kreise mit 30 statt der erwarteten 800 Gäste statt.  © Reuters

„Sie hat etwas Zeitloses“, urteilt der Royal-Experte Robert Hardman in der Dokumentation über eine Frau, deren Vater noch Kaiser von Indien war und über ein Empire gebot, das für ein Viertel der damaligen Weltbevölkerung stand. Die Bedeutung der Krone mag geschrumpft sein. Die Aufgabe, ein Land, eine Institution, aber auch eine Geisteshaltung zu repräsentieren, sind sicher nicht kleiner geworden. Und Elizabeth Windsor hat - aus ihrer Perspektive gedacht - dabei lebenslang vieles richtig gemacht.

Sie gilt als pflichtbewusst, standfest und - auch wenn man das nicht immer sofort sieht - als humorbegabt. Nur so konnte sie der Kritik, die das Königshaus seit jeher und zuletzt mal wieder deutlich lauter verfolgt, mit Charme begegnen - und oft einfach weglächeln. Zuletzt dürfte ihr das sehr sehr schwer gefallen sein.

RND/Teleschau

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