Netflix und Amazon Prime im Oktober 2019: Das sind die neuen Serien und Filme

  • Klaas spielt künftig eine Hauptrolle in der Serie „Check Check“ – „Peaky Blinders“, „The Walking Dead“ und „The Purge“ gehen derweil in die nächste Runde.
  • Und dann wäre da noch der Spinn-off-Film von „Breaking Bad“.
  • Das sind die Serien-Highlights im Oktober.
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Hannover. Die schlechte Nachricht: Der Sommer ist endgültig vorbei. Die gute: Herbstzeit ist Serienzeit! Wenn das Schmuddelwetter einsetzt, haben die Streamingdienste zum Glück vorgesorgt. Im Oktober starten unzählige neue Produktionen bei Netflix, Amazon, Sky und Co. Mit dabei: die neue Serie von Klaas Heufer-Umlauf, (wieder mal) eine neue Staffel „The Walking Dead“ und der langersehnte „Breaking Bad“-Film „El Camino“.

Na, schon gespannt? Hier die Neustarts im Detail:

„Modern Love“, Staffel 1, ab 18. Oktober, Amazon Prime

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„Modern Love“ war ursprünglich eine Kolumne der „New York Times“. Eine Kolumne, die von verschiedenen, echten Beziehung in der modernen Gesellschaft erzählt. Dann wurde „Modern Love“ ein Podcast. Und jetzt hat sich Amazon Prime auf die wundersamen und wunderbaren Liebesgeschichten gestürzt. Und damit die acht Episoden voller Liebe nicht im Serienwust untergehen, hat sich der Streamingdienst gleich mal eine extrem hochkarätige Besetzung gegönnt: Anne Hathaway, Tina Fey, Andy Garcia und Julia Garner irren durch Beziehungsprobleme. Eine Serie für einen gemütlichen Nachmittag – mit Tee und Wärmflasche.

„The Kominsky Method“, Staffel 2, ab 25. Oktober, Netflix

Die alten Herren sind zurück: „The Kominksy Method“ geht auf Netflix in die zweite Runde. Mit der ersten Staffel der Comedyserie hatte sich Produzent Chuck Lorre gleich mehrere Golden Globes gesichert. In der zweiten Staffel dürfen sich richtige Michael-Douglas-Fans auf ein Wiedersehen mit dessen früherer Schauspielkollegin Kathleen Turner freuen. Sie wird die Ex-Frau von Douglas’ Rolle Sandy spielen. Weitere angekündigte Gastrollen: „Dr. Quinn – Ärztin aus Leidenschaft“-Schauspielerin Jane Seymour und Paul Reiser („Stranger Things“, „Red Oaks“).

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„Breaking Bad: El Camino“, Film, ab 11. Oktober, Netflix

Okay, „El Camino“ ist streng genommen keine Serie. Aber es ist die Fortsetzung der großen Chemielehrer-Hymne „Breaking Bad“. Doch nachdem die Serie um Walter White, der nach einer Krebsdiagnose und schlechter Krankenversicherungsversorgung spontan zum Großdrogendealer wird, im 2013 Jahre zu Ende gegangen ist, lässt Netflix das Universum jetzt weiterleben. Jesse Pinkman (Aaron Paul), bisher drogenmischender Sidekick von Walter White, soll im neuen Film zum Staatsfeind Nummer eins werden. Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Fortsetzung und der Film nicht unter den künstlichen Lebenserhaltungsmaßnahmen leiden.

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„Check Check“, Staffel 1, ab 22. Oktober, Joyn

Klaas Heufer-Umlauf ist Pro7-Zuschauern bestens durch seine Latenight-Sendung „Late Night Berlin“ und natürlich vor allem durch seine Shows mit Joko Winterscheidt bekannt. Jetzt geht der Moderator ganz andere Wege: Auf der hauseigenen Streamingplattform Joyn startet ProSiebenSat.1 eine eigene Serie mit Klaas. Darin spielt der 36-Jährige Jan Rothe, der laut Pressetext eine „lebensverändernde Hürde überwinden“ muss: Sein Vater ist dement und fortan pflegebedürftig. Jan muss sein Algen-Burger-Geschäft aufgeben und zurück in seine provinzielle Heimat.

Das könnte nicht nur spannend, sondern auch witzig werden: Als Produzenten der Serie konnte Joyn nämlich „Stromberg“-Macher Ralf Husmann gewinnen.

„Prost Mortem“, Staffel 1, ab 9. Oktober, Sky

Bei „Prost Mortem“ handelt es sich um eine Eigenproduktion von NBC Universal in Kooperation mit Österreichs führendem Privatsender PULS 4. Im Mittelpunkt der Comedyserie steht die resolute Wirtin Gitti (Doris Kunstmann, „Rote Rosen“), die den mysteriösen Tod ihres Ehemanns Werner (Werner Prinz, „Tannöd“) auf eigene Faust aufklären will. Sie ist überzeugt, dass er ermordet wurde, und lockt daher alle Personen, die in der Todesnacht anwesend waren, für eine letzte Runde in die Kneipe.

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Jede Folge stellt einen anderen Charakter in den Fokus und enthüllt in Rückblenden, dass jeder von ihnen ein Geheimnis hütet. Der erste Trailer deutet an: Könnte ganz witzig werden.

„Katharina die Große“, Staffel 1, ab 24. Oktober, Sky

In „Katharina die Große“ spielt Oscarpreisträgerin Helen Mirren wieder einmal eine Herrscherin. Als „Catherine the Great“ schlüpft Mirren in die Rolle der legendären Zarin (1729–1796). Im Mittelpunkt steht ihre Liebesgeschichte mit dem russischen Fürsten Potjomkin. Die Serie wurde im „Game of Thrones“-Haus HBO produziert und läuft ab 24. Oktober bei Sky. Ob sie ähnlich erfolgreich wird wie die KBO-Kultserie aus Westeros und Essos? Urteilen Sie selbst. Einen ersten Trailer gibt es schon:

„Euphoria“, Staffel 1, ab 16. Oktober, Sky

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Die Jugend ist total versaut. Ernsthaft. Sie nimmt Drogen, alle gucken Pornos und versuchen dann auch noch, sich den Idealen aus den Pornos entsprechend zu verhalten. Und in die Welt der Endlos-Selbstumdrehungen im Highschool-Kosmos, in die unbarmherzige Zeit der Pubertät, hat HBO die Serie „Euphoria“ gepflanzt, die in Deutschland bei Sky läuft. R-’n’-B-Held Drake ist Produzent der Serie, und so lässt es sich auf einen glorreichen Soundtrack hoffen. Rue heißt die Heldin und Erzählerin von der Orientierungslosigkeit ihrer Freunde und Mitschüler. Die 17-Jährige hat schon eine Überdosis hinter sich. Als Kind war sie verhaltensauffällig, Schuld sind die Eltern, die sie lieben, und der frühe Tod des Vaters.

„Euphoria“ ist ganz nah an den Protagonisten erzählt, die Hoffnungslosigkeit in der amerikanischen Kleinstadt schimmert zwar überall durch, liegt aber nicht wie ein dicker Filter überall drüber. Denn das, was die Teenager wirklich interessiert, sind ihre eigenen kleinen und großen Probleme. Eine Serie, die zwar nicht glücklich macht, aber wunderschön anzusehen – und anzuhören ist. Die gesamte der Welt der Teenager ist im Umbruch, Gefahr für Leib und Seele lauert überall.

„The Walking Dead“, Staffel 10, ab 7. Oktober, Sky

Allmählich gehen den Machern von „The Walking Dead“ die Ideen aus – das stellen inzwischen sogar Hardcore-Fans der Zombieserie fest. Die Handlungsstränge beginnen inzwischen, sich zu wiederholen. Im Februar wurden die schlechtesten Einschaltquoten seit Bestehen der Serie gemeldet; damals sahen nur noch 4,54 Millionen Amerikaner die Premiere der Folge „Lydia“. Trotzdem ist ein Ende der Horrorshow noch nicht abzusehen.

Bei Sky geht jetzt die zehnte Staffel von „The Walking Dead“ auf Sendung. In dieser werden Fans aber erneut von einem beliebten Charakter Abschied nehmen müssen. Danai Gurira als Michonne wird in der zehnten Staffel wohl zum letzten Mal zu sehen sein. Allerdings könnte die Schauspielerin zusammen mit Kultfigur Rick Grimes noch in den angekündigten „Walking Dead“-Filmen zu sehen sein.

„Peaky Blinders“, Staffel 5, ab 4. Oktober, Netflix

Wenn Gangster mit dem Börsencrash zu kämpfen haben: Die Birmingham-Serie „Peaky Blinders“ ist inzwischen im Jahre 1929 angekommen – und Cilian Murphy, cool-entrückt und berechnend wie eh und je, als Tommy Shelby muss sich mal wieder mit der eigenen kriminellen Familie herumschlagen. Und jetzt neu: auch mit Faschisten.

Die Serie mit dem coolsten Soundtrack der Welt (der Titelsong kommt von Nick Cave) lässt es mal wieder zum Machtkampf kommen. Gut geeignet für einen Serienmarathon – wenn die Spannungskurve ähnlich steil verläuft wie in den vorherigen Staffeln. Wer die bisher nicht geschaut hat, sollte gleich direkt mal anfangen. Bis zum 4. Oktober ist nicht mehr lange Zeit.

„Living with Yourself“, Staffel 1, ab 18. Oktober, Netflix

Wie fühlt es sich wohl an, wenn man plötzlich doppelt existiert? Schon der Trailer zur neuen Netflix-Serie „Living with Yourself“ verspricht jede Menge Chaos. Miles (Paul Rudd) hat berufliche und private Probleme, denen er nicht gewachsen ist. Also probiert er eine neumodische Behandlungsmethode in einem Wellnesspalast aus, die verspricht, einen ganz neuen Menschen aus ihm zu machen. Das klappt auch.

Das Problem: Beim „neuen Miles“ handelt es sich um einen nach allen Kritikwünschen verbesserten Klon, der später auf den echten Miles trifft. Und dann wird’s chaotisch. Für Fans verstörend-witziger Comedyserien dürfte „Living with Yourself“ absolutes Pflichtprogramm sein.

„The Purge“, Staffel 2, ab 18. Oktober, Amazon Prime

Die Story von „The Purge“ ist unglaublich brutal: Einmal im Jahr ist in den USA für eine Nacht lang jedes Verbrechen legal – einschließlich Mord. Die Polizei kommt nicht zu Hilfe, alle Krankenhäuser werden geschlossen. Die Serie „The Purge“ hat den dystopischen Thriller von James DeMonaco adaptiert und schon in der ersten Staffel jede Menge Grausamkeiten gezeigt.

Jetzt geht es weiter mit Staffel zwei – und die wird ein bisschen anders als die erste. Sie will nämlich auch den Zeitraum zwischen den Nächten zeigen. So könnten jede Menge Fragen beantwortet werden: Wie ist das Leben davor und danach? Wie funktioniert die Gesellschaft, welchen Einfluss hat das Tötungsevent auf das Zusammenleben in der restlichen Zeit? Eins bleibt aber beim Alten: Es wird mindestens genauso düster wie Runde eins.

„Insatiable“, Staffel 2, ab 11. Oktober, Netflix

Schon mit der ersten Staffel von „Insatiable“ hat Netflix Empörung ausgelöst. Zuschauer warfen den Produzenten unter anderem Fatshaming vor und unterzeichneten sogar Petitionen gegen die Serie. Geholfen hat es nichts: Am 11. Oktober startet Staffel zwei auf dem Streamingdienst. Die Show handelt von der übergewichtigen Teenagerin Patty (Debby Ryan), die von ihren Mitschülern tagtäglich drangsaliert wird. Patty nimmt daraufhin mithilfe einer Saftdiät radikal ab – und wird auf einmal wie ein Star behandelt.

Staffel zwei knüpft nahtlos an die erste an. Was dort genau passiert, ist aber noch nicht bekannt: Ein Trailer zu den neuen Folgen wurde bislang nicht veröffentlicht.