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  • NDR: Lebender Fisch als Köder benutzt? Peta erstattet Strafanzeige gegen Moderator Heinz Galling

Peta erstattet Strafanzeige gegen NDR-Moderator Heinz Galling

  • Weil er zum Angeln einen lebenden Fisch aufgespießt haben soll, erstattet die Tierrechtsorganisation Peta Strafanzeige gegen NDR-Moderator Heinz Galling.
  • In einer Folge der NDR-Sendung „Rute raus, der Spaß beginnt“, soll klar zu sehen sein, dass der Moderator einen lebenden Fisch als Köder nutzt.
  • Peta fordert den Sender zudem auf, die Sendung sofort abzusetzen.
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Steinhude, Stuttgart. Die Tierrechtsorganisation Peta hat Strafanzeige gegen den NDR-Moderator Heinz Galling erstattet wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Peta verdächtige Galling, zum Angeln einen lebenden Fisch aufgespießt zu haben, um Hechte anzulocken, teilte Peta am Mittwoch in Stuttgart mit. In der am 13. November ausgestrahlten Folge der NDR-Sendung „Rute raus, der Spaß beginnt“ fange Galling eine Rotfeder, „um das Tier als Köder für Hechte im Steinhuder Meer zu verwenden“, hieß es. Ein aufmerksamer Fernsehzuschauer habe Peta über ihr Whistleblower-Formular auf den mutmaßlichen Gesetzesverstoß in der Sendung aufmerksam gemacht (Az: 136 Js 32421/21).

Galling habe in der Sendung zwar darauf hingewiesen, dass lebende Fische nicht mehr als Köder verwendet werden dürfen, und behauptet, das Tier vor dem Aufspießen vorschriftsmäßig getötet zu haben, erklärte Peta. Ab Minute 20.33 sei jedoch zu sehen, „wie der Fisch heftig zappelt - obwohl der Moderator ihn fest umklammert in seiner Hand hält“. Dass es sich hierbei um postmortale Nervenzuckungen handelt, schließe Peta aus. Peta erinnerte den NDR an seinen öffentlich-rechtlichen Auftrag und forderte den Sender auf, die Sendung „Rute raus, der Spaß beginnt“ sofort abzusetzen.

Laut Tierschutzgesetz dürfe niemand einem Tier ohne einen „vernünftigen“ Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, betonte die Organisation. Konkret dürften Fische nur geangelt werden, wenn sie danach auch verspeist werden. „Selbst wenn der Fisch tot gewesen wäre, gab es also keinen solchen vernünftigen Grund, da Kunstköder zur Verfügung stehen.“ Erschwerend kämen die massiven körperlichen Schmerzen hinzu, denen der Fisch ausgesetzt gewesen sei: „Der Fisch erlitt akute Atemnot, wurde von Heinz Galling in seiner Hand eingequetscht und schließlich von ihm mit einem Haken durchbohrt.“

Das Angeln mit Köderfischen, ob tot oder lebendig, müsse in Deutschland verboten werden, forderte Edmund Haferbeck, Senior-Verantwortlicher für Special Projects bei Peta. „Die zügige Einleitung eines Strafermittlungsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft Schwerin gegen den NDR-Mann wird sehr begrüßt.“

RND/epd

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