Naomi Campbell neue Tourismus-Botschafterin in Kenia – Kritik auf Twitter

  • Naomi Campbell ist die neue Tourismus-Botschafterin für das afrikanische Land Kenia.
  • Für ihre neue Aufgabe erntet das britische Supermodel und Kenias Tourismusminister allerdings Kritik.
  • Einige User in den sozialen Netzwerken sehen darin eine Bestätigung „kolonialer Mentalität“.
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Nairobi. Wegen der Corona-Pandemie reisen derzeit kaum Touristen in das für Safaris und Strandurlaube berühmte Kenia - doch Naomi Campbell soll das ändern. Das britische Supermodel wurde am Dienstag zur neuen internationalen Botschafterin für den Tourismus in dem ostafrikanischen Land ernannt. „Wir heißen die aufregenden Neuigkeiten willkommen, dass Naomi Campbell sich für den Tourismus einsetzen und international für die „Magical Kenya“-Marke reisen wird“, teilte Kenias Tourismusminister Najib Balala mit.

Die 50-jährige Campbell besuchte zusammen mit Balala den Golfkurs des Resorts Vipingo Ridge an der kenianischen Küste. Dieser ist nach eigenen Angaben Afrikas erster und einziger Golfkurs, der von dem Verband professioneller Golfer PGA akkreditiert wurde.

Kritik in den sozialen Medien

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Allerdings führte die Verkündung bei vielen Menschen in den Sozialen Medien wie Twitter für Unmut. „Kein EINZIGER Kenianer hätte diese Rolle erfüllen können? Habt ihr überhaupt kenianische „Tourismus“-Botschafter?“, sagte eine Twitter-Nutzerin. Ein anderer kritisierte, die Ernennung einer Britin als Tourismus-Botschafterin für Kenia zeuge von einer „kolonialen Mentalität“ und fügte hinzu: „Dies zeigt, dass ihr kein Vertrauen in Kenianer habt, ihr Land zu bewerben.“ Viele Twitter-Nutzer schlugen statt Campbell die kenianische Schauspielerin Lupita Nyong’o („12 Years a Slave“) als Tourismus-Botschafterin vor.

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Das ostafrikanische Kenia zieht weltweit Touristen vor allem wegen der vielen wilden Tiere, die sich in Naturschutzgebieten wie der Masai Mara tummeln, an. Auch die weißen, mit Palmen versehenen Strände sind sehr beliebt. Allerdings hat der Tourismus schwer unter der Corona-Pandemie gelitten - und somit auch viele Schutzgebiete, die von den Einnahmen durch Touristen angewiesen sind.

RND/dpa

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