Nach Sturz von Luke Mockridge: Wie gefährlich ist die Sat.1-Show „Catch“?

  • Comedian Luke Mockridge ist in der Sat.1-Sendung „Catch“ schwer gestürzt.
  • Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art.
  • Was ist „Catch” überhaupt für eine Sendung? Und: Ist sie wirklich so gefährlich?
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Köln. Der Comedian Luke Mockridge hat sich bei der Aufzeichnung der Sendung „Catch“ schwer verletzt. Bei einem Sturz in der Sat.1-Show zog er sich einen Muskelbündelriss und einen Sehnenanriss im linken Oberschenkel zu – der 30-Jährige muss deswegen zwei Tourtermine absagen.

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art: Erst am Freitagabend hatte sich Schlagersängerin Vanessa Mai ebenfalls während der Aufzeichnung von „Catch“ verletzt. Sie war mit dem rechten Fuß umgeknickt.

Doch was ist „Catch“ überhaupt für eine Sendung? Und: Ist sie wirklich so gefährlich?

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Altbekanntes Kinderspiel

Bei der Sat.1-Show handelt es sich nach eigenen Angaben um die „Europameisterschaften im Fangen“. Mehrere Teams müssen hier in verschiedenen Wettkämpfen gegeneinander antreten. Zum ersten Mal ist das Ende 2018 passiert: Damals gewann Teamkapitänin Jeannine Michaelsen mit Julian Würzler, Kai Kazmirek, Pamela Dutkiewicz und Marcel Fehr.

Wegen der großen Resonanz wurde „Catch“ 2019 vergrößert – seither müssen sich die Teams nicht nur in einer Show, sondern in gleich vier Sendungen behaupten. Bei der letzten Staffel im März gewann David Odonkor mit Imke Salander, Luca Ehrmanntraut, Patrick „Peet“ Peter.

Das Spiel selbst erinnert grundsätzlich an das altbekannte Kinderspiel „Fangen“: Die Teams bestehen jeweils aus einem prominenten Teamkapitän und drei Profisportlern. In jedem Wettkampf gewinnt das beste Team 20 Punkte. Dafür muss es dem Gegner möglichst lange entkommen – oder selbst die meisten Fänge sammeln. Zudem können 5 Bonuspunkte erspielt werden.

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Beim Endspiel der Qualifikationsrunde „The Circle“ nehmen dann die beiden besten Teams teil. Der Sieger dieses Endspiels qualifiziert sich für das Finale. Dort treten die Siegerteams und der deutsche Meister aus dem Vorjahr gegeneinander an.

Spektakuläre Hindernis-Parcours

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Die einzelnen Wettkämpfe sind allerdings deutlich spektakulärer als beim altbekannten Kinderspiel – und auch gefährlicher. Bei den Wettkämpfen müssen die Teams teils kniffelige Hindernis-Parcours überwinden. Das kann ein aufgebautes Feld im Studio sein, jedoch auch eine Outdoor-Strecke draußen im Regen. Bei einem Spiel im April mussten sich zwei Kandidaten auch mit verbundenen Augen versuchen zu fangen.

Auf den Parcours müssen die Teilnehmer zum Teil springen, sich aber auch über Hindernissen abrollen oder unter ihnen durchkrabbeln. Die Verletzungsgefahr bei den Spielen ist somit nicht gerade gering. Bei den Outdoor-Spielen auf Beton besteht zudem die Gefahr, dass die Teilnehmer ausrutschen.

Schon in der Vergangenheit hatten sich Teilnehmer immer wieder Beulen, blaue Flecken und Schrammen geholt. So schwerwiegend wie die Verletzung von Mockridge waren die Verletzungen bislang jedoch nie.

Ideengeber Mockridge ist die Gefahr jedoch bewusst: „Es ist halt die Europameisterschaft im Fangen, die schnellste Show Deutschlands mit den besten Athleten Europas“, schrieb Mockridge am Abend auf Instagram. „Um bei ‚Catch!‘ mitzuhalten, muss man an sein Limit gehen ... Ich weiß halt wie immer nicht, wo es liegt. Shit happens!“

RND/msc

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