Nach Rassismuskritik an WDR-Show: Sender plant TV-Schwerpunkt
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Umstrittenes Gespräch: Moderator Steffen Hallaschka (l.) mit den Gästen v.l.n.r. Schlagersänger Jürgen Milski, Autor und Moderator Micky Beisenherz, Schauspielerin Janine Kunze und Entertainer Thomas Gottschalk in der Talksendung „Die letzte Instanz“.
© Quelle: WDR/Max Kohr
Nach Rassismuskritik an einer umstrittenen Ausgabe der Talksendung „Die letzte Instanz“ plant der Westdeutsche Rundfunk im März in seinem Fernsehprogramm einen Schwerpunkt zum Thema Rassismus. Dieser sei nicht nur als Gesprächsformat angelegt, sondern es gebe auch eine filmische Aufarbeitung, kündigte der öffentlich-rechtliche Sender am Donnerstag in Köln an. Der WDR nahm direkt Bezug auf die umstrittene Talkfolge: „Die Ausgabe der ‚Letzten Instanz‘ wird zu Recht kritisiert, der WDR hat sich dafür entschuldigt.“
Der Sender räumte Fehler einer, einige Gäste entschuldigten sich
Ende Januar hatte der Sender die Folge, die eine Wiederholung war, ausgestrahlt. Danach gab es viel Kritik in sozialen Netzwerken wie Twitter, es entbrannten Debatten etwa in der Audio-App Clubhouse um Alltagsrassismus. In der TV-Talkrunde bei Moderator Steffen Hallaschka hatten die Gäste Micky Beisenherz, Thomas Gottschalk, Janine Kunze und Jürgen Milski gesellschaftliche Themen diskutiert, darunter auch die Frage: „Das Ende der Zigeunersauce: Ist das ein notwendiger Schritt?“ Einer der Kritikpunkte danach war, dass die Diskussion ausschließlich von weißen Gästen geführt wurde. Der Sender räumte Fehler ein, der Moderator und auch einige der Talkgäste baten um Entschuldigung.
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WDR richtet Arbeitsgruppe zum Thema Diversität ein
Vom WDR hieß es am Donnerstag, unmittelbar nach Beginn der Diskussion um diese Ausgabe sei intern eine Gruppe unter Leitung der Integrationsbeauftragten des WDR gebildet worden. Dabei werden strukturelle Fragen behandelt, wie, die Sendungen diverser zu besetzen. Es geht auch um Programmideen und Formate.
Der Sender beteuerte: „Der WDR ist beim Thema ‚interkulturelle Vielfalt‘ seit Jahrzehnten engagiert. Aus diesem Grund trifft uns die berechtigte Kritik an der Sendung auch besonders hart.“
RND/dpa