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ZDF-Entertainer

„Pure Homophobie“: Riccardo Simonetti wehrt sich nach „Fernsehgarten“-Auftritt gegen Kritiker

Im „ZDF-Fernsehgarten“ kam Riccardo Simonetti im Partnerlook zu Andrea Kiewel – zumindest farblich.

Im „ZDF-Fernsehgarten“ kam Riccardo Simonetti im Partnerlook zu Andrea Kiewel – zumindest farblich.

Riccardo Simonetti ist für sein extravagantes Erscheinungsbild bekannt. Auch für seinen Auftritt im „ZDF-Fernsehgarten“ am Sonntag wählte der Entertainer ein schillerndes Outfit: Er trug eine pinkfarbene Highwaist-Stoffhose, die er mit einem farblich abgestimmten, glitzernden, bauchfreien Top in Form eines Schmetterlings kombinierte. Seine Augenlider hatte der 29-Jährige ebenfalls pink geschminkt.

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Vor allem auf Instagram bekam er daraufhin viel Lob: „Du siehst fantastisch aus“, schrieb eine Nutzerin. „Outfit 10/10″, bewertete eine andere. Immer wieder muss Simonetti aber auch mit negativen Kommentaren zurechtkommen. Dies zeigt ein entsprechender Screenshot, den Simonetti bei Instagram teilte.

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„Muss das sein“, beginnt der Kommentar, der von einem User namens Ralf verfasst wurde. Den Nachnamen und das Profilbild hat Simonetti geschwärzt: „Es darf ja von mir aus jeder seine Vorlieben leben, wo und wie er will aber bitte alles in einem Rahmen“, kritisiert Ralf: „In einer Familiensendung wo vielleicht auch Kinder mit einem normalen Werteverständnis sich so darzustellen finde ich ehrlich gesagt nicht so tol.l“ Er ätzt weiter: Dieses „Regenbogengedöns“ müsse einfach in der Form nicht sein, „weil es halt für manche/viele nicht Normalität ist“.

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Riccardo Simonetti und das „Wertesystem“ der Kinder

Simonetti reagiert darauf mit einem ausführlichen Statement: „Zunächst einmal: Du sagst zwar, von dir aus darf ja jeder leben, wie er will (sehr großzügig übrigens von dir), revidierst deine Aussage aber sofort wieder, indem du einen Bereich für das Ganze aufstellst.“ Er fährt fort: „Man darf also sein, wer man ist, aber ja nicht zu viel Raum einnehmen. Vor allem Räume, die deiner Meinung nach nur dir gehören sollten. Das hat dann übrigens so gar nichts mit der Offenheit zu tun, die du dir auf die Flagge schreibst, sondern das ist pure Homophobie.“

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Ebenfalls sei es homophob, „queere Identitäten als Regenbogengedöns abzutun“: „Was du wissen würdest, wenn du vielleicht in deiner Kindheit auch mehrere queere Menschen über ihre Lebensrealität im Fernsehen hättest sprechen hören. Die nächste Generation kann das zum Glück.“ Das Argument, wonach das Schmetterlingsoberteil das „Wertesystem“ eines Kindes infrage stelle, lässt Simonetti ebenfalls nicht gelten: „Wenn dir das Wohl von Kindern oder anderen Menschen am Herzen liegen würde, würdest du nämlich wollen, dass Kinder so früh wie möglich lernen, dass genügend Platz für sie da ist, auch wenn sie nicht deinem Idealbild entsprechen.“

„Vermeintlich tolerante Aussagen, auf die dann reine Homophobie folgt, sind gefährlich“

Er betont weiter: „Kein einziges Kind, das mich in einem rosafarbenen Paillettenoberteil gesehen hat, schien sich daran zu stören, dafür aber alte, weiße Männer, die glauben, sie dürften entscheiden, wer Platz in der Gesellschaft hat und wer nicht.“

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Zum Schluss wird der Entertainer ganz deutlich: „Vermeintlich tolerante Aussagen, auf die dann reine Homophobie folgt, sind gefährlich. Weil der Anschein geweckt wird, wir wären gesellschaftlich schon viel weiter, als wir eigentlich sind, aber Posts wie dieser zeigen, dass die Realität einfach eine andere ist. Und genau deshalb ist Sichtbarkeit und die Konversation darüber immer noch essenziell und notwendig.“

Demnächst ist Riccardo Simonetti erneut im Fernsehen zu sehen: In der neuen Castingshow „Glow Up – Deutschlands nächster Make-up-Star“ (wöchentlich ab Donnerstag, 22. September, 20.15 Uhr, ZDFneo) begleitet er zehn Make-up-Artists als Moderator durch sogenannte Real-Life-Challenges und Creative-Challenges in und um Köln.

RND/Teleschau

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