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  • Musiker in der Corona-Krise: Manager fordern Radioquote für heimische Musiker auf deutschen Radiosender

“Spielt unsere Hits”: Manager fordern wegen Corona eine Radioquote

  • Wegen der Corona-Pandemie fallen in diesem Frühling unzählige Konzerte aus.
  • Künstlermanager wollen dem nun entgegenwirken - mit einer altbekannten Idee.
  • Sie fordern eine Quote für heimische Musiker auf deutschen Radiosendern.
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Berlin. Wegen der Corona-Pandemie und ausfallender Konzerte brechen vielen Musikern die Einnahmen weg. Eine Gruppe von Künstlermanagern zaubert daher nun eine altbekannte Forderung aus dem Hut: Eine Radioquote für heimische Musik-Acts.

Auf Facebook hat die Gruppe am Montag den Aufruf gestartet. Darin heißt es: “Wir fordern 50 Prozent Musikanteil auf den Sendern von in Deutschland lebenden, arbeitenden Künstlern inkl. Österreich und Schweiz. Wir fordern eine Sendung von 15 bis 20 Uhr mit Musik von in Deutschland lebenden Künstlern.”

Grund für die Forderung sei “mehr Solidarität" für die Künstler. “Mehr Solidarität bedeutet mehr Sendezeit im Radio! Jetzt ist der Moment für Zusammenhalt gekommen, daher appellieren wir an alle Sender und Rundfunkanstalten: Unterstützt die heimischen Musiker, besonders die Newcomer, und kleineren Acts aller Genres! #WirbleibenzuHause #SpieltihrunsereSongs"

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Manager von Glasperlenspiel und Michael Schulte

Der Frühling bedeute für viele Stars und Talente traditionell den Start einer Tour. “Das sind nicht nur Einnahmen, die jetzt wegbrechen, sondern auch Reichweite und News über die es sich zu berichten lohnt. Viele kleine Künstler leben von diesem Geschäft und bilden die Vielfalt der deutschen Musiklandschaft”, heißt es weiter.

“Wenn diese Vielfalt auch nach der Krise bestehen bleiben soll, brauchen wir eure Hilfe! Gebt den Künstlern die Reichweite zurück! Nehmt sie in eure Playlisten! Stellt sie euren Zuhörern vor! Aber vor allem brauchen wir eine Quote im Radio für heimische Künstler!”

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Hinter dem Aufruf stehen zahlreiche Künstlermanager, die unter anderem die Gruppen und Musiker Fiva, Glasperlenspiel, Megaloh, Kissin Dynamite, Samy Deluxe, Jupiter Jones, Jesper Munk, Gil Ofarim und Michael Schulte betreuen.

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Forderung der Radioquote ist nicht neu

Die Forderung einer Radioquote für heimische Acts ist derweil ganz und gar nicht neu: Seit mindestens 20 Jahren streiten Künstler, Politiker und Redakteure über derartige Forderungen.

In den Neunzigerjahren wurde phasenweise gar über eine “Deutschquote” diskutiert - also einen gewissen verpflichtenden Anteil an deutschsprachiger Musik im Radio. Unterstützung erhielt die Idee damals von Künstlern wie Heinz Rudolf Kunze und Herbert Grönemeyer - umgesetzt wurde sie jedoch nie.

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