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Moderator Marco Schreyl: „Ich möchte nicht, dass jemand an den Pranger gestellt wird“

  • Am Montag startet bei RTL am Nachmittag die neue Talkshow „Marco Schreyl“.
  • Im exklusiven RND-Interview spricht der Moderator über TV-Formate im Wandel der Zeit.
  • „Wir wollen miteinander über Dinge reden, die kontrovers diskutiert werden können“, sagt Marco Schreyl.
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„Gegeneinander reden machen andere, miteinander reden machen wir“. Was steckt dahinter?

Wir werden aktuell oft sehr aggressiv im Umgang miteinander, wenn es um Diskussionen geht. In den Neunzigern wurde in den „Daily Talk“-Formaten auch oft ziemlich hart diskutiert und auch attackiert. Das ist genau das, was wir nicht machen wollen. Wir wollen miteinander über Dinge reden, die kontrovers diskutiert werden können. Ich möchte aber nicht, dass jemand in die Ecke gedrängt, an den Pranger gestellt oder ausgelacht wird.

Früher wurde nur in Talkshows so heftig miteinander diskutiert. Heute gibt es dafür Facebook …

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Ja, diese Tendenz ist mir leider auch aufgefallen. Ich möchte, dass wir eine Gesprächssendung machen, in der wir miteinander sprechen. Das, was im Netz immer heftiger, immer schneller, immer intensiver wird, das können wir in unserer Sendung in aller Ruhe besprechen.

Der neue Nachmittag bei RTL wird von den drei Männern Oliver Geissen, Steffen Henssler und Ihnen präsentiert. Da ist nicht eine Frau dabei …

Wir haben aber Frauen bei uns im Panel. Zu unserem Promi- und Expertenkreis gehören sehr wohl Frauen. Ruth Marquardt ist eine psychologische Beraterin, die mit ihrer Expertise zur Verfügung stehen wird. Nicole Redzep ist ein Gesprächscoach, der uns Rede und Antwort stehen wird. Und dann haben wir auch prominente Frauen wie Natascha Ochsenknecht und Jenny Elvers eingeladen. Glauben Sie es oder glauben Sie es nicht: Ein anderer Mann und ich sind die beiden einzigen Männer in der Redaktion.

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Sind Ihre Sendungen eigentlich monothematisch oder gibt es mehrere Themen?

Das eine schließt das andere nicht aus. Wenn es ein Thema gibt, das eine ganze Sendung trägt, dann machen wir auch eine monothematische Sendung. Oft ist es aber so, dass wir über zwei oder drei Themen pro Sendung sprechen und verschiedene Facetten bearbeiten.

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Wie überraschend kam für Sie die Anfrage von RTL für ein eigenes Talkformat?

Es kann in diesem Business ja immer alles passieren. Dass wir so wieder zusammenfinden, ist eine schöne Fügung. Wir hatten sieben Jahre Sendepause, und jetzt gibt es diese große Aufgabe, die sich RTL-Geschäftsführer Jörg Graf und Bereichsleiter Unterhaltung/Daytime Markus Küttner vorgenommen haben, am Nachmittag nicht nur kleine Bausteine auszuwechseln, sondern diese gesamte Strecke neu aufzustellen. Dass ich da dazugehören darf, mit zwei Kollegen, die zur Primetime gehören, nämlich Oliver Geissen und Steffen Henssler, ist toll.

Als Sie früher DSDS und „Das Supertalent“ moderiert haben, waren Sie aber doch auch schon ein Quotengarant …

Natürlich habe ich durch diese vielen Jahre in der Primetime Erfahrung und noch einen gewissen Bekanntheitsgrad, aber durch meine intensive Radioarbeit in den letzten Jahren ist es natürlich auch echt eine Routine, mit Menschen Gespräche zu führen. Wenn man so will, mache ich jetzt Radio vor der Kamera. (lacht)

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