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Mit quietschenden Reifen auf zur alten Liebe: Das romantische Roadmovie „Run“ auf Sky

  • Die Macher des Serienhis “Fleabag” melden sich zurück.
  • Mit der Serie “Run” liefern sie ein radikal romantisches Ausstiegsszenario, das ab 14. April auf Sky zu sehen ist.
  • Die erste Staffel umfasst sieben Folgen.
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Ruby (Merritt Wever) atmet schwer. Es war ein Tag ohne große Versprechungen: Einkaufen, Yoga und rechtzeitig wieder zu Hause sein, um ein Paket anzunehmen. Aber dann brummt das Smartphone. Eine Nachricht, drei Buchstaben: „Run.“ Der Versuch, die SMS zu ignorieren, scheitert. Noch einmal durchatmen. Dann fasst sie sich ein Herz, tippt dieselben drei Buchstaben ins Antwortfeld und rast mit quietschenden Reifen davon.

Vor 17 Jahren, als Ruby sich von ihrer Jugendliebe Billy (Domhnall Gleeson) trennte, um im fernen Kalifornien Architektur zu studieren, gaben sie sich ein Versprechen: Sollte einer von beiden die Nachricht „Run“ schicken und der oder die andere darauf antworten, würden sie sich an der New Yorker Grand Central Station treffen, eine Woche lang mit dem Zug durchs Land fahren, um danach vielleicht doch noch den Rest des Lebens miteinander zu verbringen.

Golden Globe und Emmys für “Fleabag”

Durchbrennen, alles hinter sich lassen, die erste Liebe noch einmal neu entfachen – ein radikal romantisches Ausstiegsszenario steht am Anfang der Serie „Run“. Hinter dem Projekt stehen Phoebe Waller-Bridge und Vicky Jones, deren Serienhit „Fleabag“ im Vorjahr mit einem Golden Globe und mehreren Emmys ausgezeichnet wurde.

Momente der Atemlosigkeit gibt es immer wieder in den kompakten 30-minütigen Episoden, in denen eine alte Liebe neu zusammengesetzt wird. 17 Jahre sind eine lange Zeit, um vergangene Gefühle zu idealisieren und sich gründlich auseinanderzuleben. Immerhin scheinen die sexuellen Anziehungskräfte ungebrochen.

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Doch als die beiden endlich allein im Schlafwagenabteil sind, will nichts so richtig klappen. Wasserhähne, Schranktüren und Klappbetten haben sich in der Enge gegen sie verschworen. Feinster Erotik-Slapstick mit Hindernissen. Also doch erst einmal reden und aus dem eigenen Leben erzählen?

Romantische Komödie mit Thrillerelementen

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So richtig will keiner die Fluchtmotive von damals offenbaren. Ruby ist es peinlich, dass sie sich mit einem frühen Burnout ins Hausfrauendasein verabschiedet hat. Ihre Unzufriedenheit kanalisiert die Mittdreißigerin in einen treffsicheren Sarkasmus. Als erfolgreicher Autor von Lebensratgebern ist Billy in die Krise geraten. Nun sieht er sich mit einer militanten Assistentin (Archie Panjabi) konfrontiert, die sich mit dem Ausstieg ihres Arbeitgebers nicht abfinden will.

Als ein kleiner Rucksack mit einer großen Summe Bargeld ins Spiel kommt, mischen sich in die romantische Komödie Thrillerelemente. Die Mixtur geht auf. Die Verwicklungen steigern sich ins Groteske. Die Dynamik der Erzählung korrespondiert bestens mit dem bewegten Ort der Handlung im Zug.

Ab 14. April auf Sky

Intelligent, sexy, kompakt und mit einem augenzwinkerndem Humor präsentiert sich diese Serie, die auch davon erzählt, was im Quarantänemodus umso verlockender klingt: abhauen und Menschen in die Arme fallen, die nicht zum eigenen Haushalt zählen.

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„Run“, ab 14. April an auf Sky, erste Staffel mit sieben Episoden, Regie: Kate Dennis, Natalie Bailey, mit Merritt Wever, Domhnall Gleeson

RND/Martin Schwickert

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