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Man muss „alles stoppen, alles sperren“

Ex-Oligarch Chodorkowski im ZDF: „Es wird zu Widerstand in Russland kommen!“

Für den in London lebenden Ex-Oligarchen Michail Chodorkowski steht fest: "Es wird zu Widerstand in Russland kommen."

Er lebt in London und gilt als einer der prominentesten Gegner des russischen Machthabers: Zugeschaltet ins ZDF-“heute journal“ sprach der ehemalige Oligarch Michail Chodorkowski am Dienstagabnd mit Moderatorin Marietta Slomka darüber, wie Wladimir Putins Gewalteskalation vielleicht noch aufzuhalten sei. Seiner Einschätzung nach komme es dabei ganz entscheidend auf die russische Zivilbevölkerung an.

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„Ich glaube, dass die Kontensperrungen richtig sind“, erklärte Chodorkowski. Doch das allein reiche nicht aus, um die russische Bevölkerung wachzurütteln. Man müsse „alles stoppen, alles sperren“, betonte der 58-Jährige. Zwar werde dies die Menschen in Russland hart treffen, doch um Putin aufzuhalten, seien nun „die härtesten finanziellen Sanktionen“ notwendig, wie Chodorkowski erklärte. „In einem Monat können wir darüber nachdenken, wie es weitergeht.“

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Michail Chodorkowski: „Alles stoppen, alles sperren“

Dem russischen Machthaber fehle es zunehmend an „militärischen Mitteln“ in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine. „Er schickt Kräfte in die Ukraine, die normalerweise gegen den Widerstand in Russland genutzt werden“, gab Chodorkowski seine Einschätzung wieder. „Wenn es nun in Russland zum Widerstand gegen die Regierung kommt, wird er gezwungen sein, diese Kräfte nach Russland zurückzuholen.“ Aus diesem Grund sei es nun extrem wichtig, an finanziellen Sanktionen und Blockaden festzuhalten. Grundsätzlich ist sich Chodorkowski sicher: „Es wird zu Widerstand in Russland kommen.“

Michail Chodorkowski machte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion als Geschäftsmann Milliarden mit Öl. Nachdem er sich offen gegen den Präsidenten Wladimir Putin gestellt hatte, wurde seine Firma zerschlagen, der studierte Chemiker in seinem Privatjet verhaftet und 2005 zu neun Jahren Straflager in Sibirien verurteilt. Die Anklage lautete auf Steuerhinterziehung und planmäßigen Betrug. Amnesty International stufte die Verurteilung als politisch motiviert ein, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hingegen nicht.

RND/Teleschau

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