Nach umstrittenem Talkshowauftritt

Kretschmer kritisiert Lanz: „Ist das Qualitätsjournalismus?“

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (rechts) im Gespräch mit Moderator Markus Lanz.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (rechts) im Gespräch mit Moderator Markus Lanz.

Leipzig. Mit Aussagen in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz hatte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer Ende August für scharfe Kritik gesorgt – der CDU-Politiker forderte damals zum wiederholten Male, den Krieg in der Ukraine einzufrieren. Der damalige ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, nahm daraufhin eine Einladung Kretschmers für einen Ukraine-Besuch zurück, aber auch in der Sendung gab es bereits deutliche Kritik.

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In einem Bürgergespräch der „Leipziger Volkszeitung“ äußerte sich Kretschmer jetzt zu dem Talkshowauftritt und kritisierte die Gesprächsführung. „Das war eine Nummer, die so nicht geht“, so der Ministerpräsident. „Sehr viele Menschen“ hätten ihm danach gesagt, dass man so nicht miteinander umgehen könne, so Kretschmer: „Das finde ich übrigens auch.“

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Seine Meinung müsse nicht richtig sein. „Aber dass eine Veranstaltung stattfindet, wo alle, die da eingeladen sind, in einer Massivität ohne Zwischentöne dann versuchen, so aggressiv diese Diskussion zu führen: Das geht nicht. Da hat sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk geschadet.“

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„Ist das Qualitätsjournalismus?“

Kretschmer warf Lanz indirekt vor, vor allem auf den Effekt hinauszuwollen: „Ist das Qualitäts­journalismus? Ist das die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen? Unterhaltung kann schon sein, aber das ist eine politische Sendung.“

Nach der Aufzeichnung der Sendung habe es von Lanz zwar die Bemühungen gegeben, die Wogen zu glätten: „Unter dem Motto danach: ,Jetzt gehen wir noch ein Bier trinken und ist alles nicht so schlimm, halten wir aus.‘“ Kretschmer habe aber gesagt: „Nee, ich gehe jetzt mit dir kein Bier trinken. Weil: Das ist einfach too much.“

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Kretschmer hatte Einfrieren des Krieges gefordert

Kretschmer hatte bei Lanz gesagt, es sei wichtig, in der Debatte dafür einzutreten, dass dieser Krieg eingefroren werden müsse. „Dass wir einen Waffen­stillstand brauchen, dass wir Verhandlungen brauchen, um diesen Krieg zu beenden.“ Diese Diskussionen erlebe er „in der öffentlichen Debatte sehr wenig“.

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Der CDU-Politiker verurteilte in der Sendung zugleich klar den russischen Angriffskrieg als „furchtbares Verbrechen“. „Russland darf den Krieg nicht gewinnen, das ist absolut richtig“, erklärte der CDU-Politiker. Es dürfe aber nicht versucht werden, den Krieg auf dem Schlachtfeld zu entscheiden, „weil das solche schlimmen Folgen haben könnte für uns alle“.

RND/kol/seb

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