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Mexiko: Drogenkartell droht Nachrichtensprecherin mit dem Tod

Für Journalistinnen und Journalisten gilt Mexiko als eins der gefährlichsten Länder. (Symbolbild)

Mexiko-Stadt. Mutmaßliche Mitglieder eines Drogenkartells in Mexiko haben einer Nachrichtensprecherin auf ungewöhnliche Weise mit ihrer Ermordung gedroht. Am Montag machte ein Video mit maskierten und schwer bewaffneten Männern die Runde, die einen an einem kleinen Schreibtisch sitzenden Mann umringten. Er überbringe eine Botschaft von Ruben Oseguera Cervantes, alias „El Mencho“, Kopf des Kartells Jalisco Nueva Generación, sagte der Mann. Der Sender Milenio berichte zu wohlwollend über sogenannte Selbstverteidigungsgruppen, also Bürgerwehren, die im Bundesstaat Michoacán gegen das Jalisco-Kartell kämpften.

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Gefährliches Land für Journalisten

Der Sprecher nannte vor allem Nachrichtensprecherin Azucena Uresti, die er mit dem Tod bedrohte. Es gehe ihm nicht um eine Einschränkung der Meinungsfreiheit, sondern um eine faire Berichterstattung, sagte er weiter. Der Sender Milenio erklärte in einer Reaktion, dass er hinter Uresti und anderen Journalisten stehe. Man verlange eine rasche Untersuchung, um deren Sicherheit zu gewährleisten. Eine unausgewogene Berichterstattung zugunsten irgendeiner Gruppe habe es nicht gegeben. Präsidentensprecher Jesús Ramírez Cuevas schrieb auf Twitter, dass die Regierung alle nötigen Schritte zum Schutz von Journalisten und Nachrichtenmedien unternehme.

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Drohungen gegen Medienschaffende sind in Mexiko oft keine leeren Worte. Laut dem Komitee zum Schutz von Journalistinnen und Journalisten gilt Mexiko für sie als das gefährlichste Land in der westlichen Hemisphäre.

RND/AP

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