Mehr regionale Themen: Die „Tagesthemen“ werden länger

  • Die „Tagesthemen” in der ARD sollen künftig mehr regionale Themen abbilden.
  • Dafür wächst auch die Sendezeit der Nachrichtensendung an.
  • Die ersten Änderungen sollen im April in Kraft treten.
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Hamburg. Die „Tagesthemen“ in der ARD bekommen mehr Sendezeit. Künftig wolle man mithilfe der Regionalprogramme noch stärker in die ländlichen Regionen und in die ostdeutschen Bundesländer blicken, heißt es in einer Mitteilung der ARD. Dadurch werde die Nachrichtensendung auch verlängert.

„Bei den gesellschaftlichen Eruptionen, die wir erleben, muss man die eigene Rolle kritisch hinterfragen“, sagte ARD-Programmdirektor Volker Herres im Rahmen einer Pressekonferenz am Rande der Intendantentagung in Köln. WDR-Intendant und ARD-Vorsitzender Tom Buhrow sagte: „Der Journalismus sollte immer die ganze Lebenswirklichkeit abbilden.“ Man wolle deshalb die Berichterstattung aus dem „ländlichen Bereich“ stärken, so Buhrow. Diese sei bislang zu kurz gekommen.

Demnach soll vor allem das Angebot an Reportagen und Interviews ausgebaut werden, die sich laut Mitteilung mit den „großen Themen dieser Zeit und Alltagsthemen beschäftigen“.

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Fünf Minuten länger

Beschlossen ist bereits, die „Tagesthemen“ am Freitag auf 30 Minuten zu verlängern. Bislang ist die Nachrichtensendung zum Wochenausklang nur halb so lang wie von Montag bis Donnerstag. Diese Unwucht soll nun behoben werden – und zwar ab dem 3. April.

Die kürzere Sendezeit habe man schon seit Längerem als „Missstand“ empfunden, erklärte ARD-Programmdirektor Volker Herres. „Wir haben da immer ein bisschen Rücksicht genommen auch auf andere, konkurrierende Wettbewerber“, sagte er. Aber das könne man in einer Zeit, in der Information einen großen Stellenwert habe, nicht aufrechterhalten.

Die Intendanten schlagen zudem vor, die „Tagesthemen“ montags bis donnerstags um fünf Minuten zu verlängern. Als letzte Instanz entscheidet darüber die ARD-Programmkonferenz. Programmdirektor Herres zeigte sich optimistisch: „Scheitern kann es eigentlich nur, wenn uns nichts einfällt. Das schließe ich aber aus.“ Als denkbaren Zeithorizont zur Ausarbeitung des genauen Konzepts nannte er die Zeit bis April. Zuvor hatte das Onlinemedienportal „Übermedien“ über die Pläne berichtet.

RND/msc/dpa

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