Mehr Klimathemen? Noch keine Einigung zwischen ARD und Klima vor Acht

  • Die Initiative Klima vor Acht fordert eine regelmäßige ARD-Sendung zur Klimakrise.
  • Am Montag trafen sich Aktivisten und Senderverantwortliche zum Gespräch.
  • Eine Einigung gibt es jedoch bislang nicht.
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Berlin. Die Gespräche zwischen der ARD und der Initiative Klima vor Acht haben bislang zu keinem Ergebnis geführt. Das bestätigte Klima-vor-Acht-Sprecherin Friederike Mayer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) auf Anfrage.

Gleichwohl sei ein aktuelles Treffen zwischen ARD-Verantwortlichen und Mitgliedern der Kampagne am Montag „in guter, konstruktiver Atmosphäre“ verlaufen, wie beide Seiten erklären. Zeitnah solle es einen Folgetermin geben.

Die Initiative Klima vor Acht setzt sich bereits seit Monaten für eine regelmäßige Sendung in der ARD ein, in der zu bester Sendezeit kurz vor der „Tagesschau“ über Themen des Klimawandels berichtet werden soll. In einem offenen Brief an den ARD-Vorsitzenden Tom Buhrow hatten die Verfasserinnen und Verfasser erklärt, es gebe zwar viele gute Sendungen zur Klimakrise in der ARD, jedoch würden diese oft auf Sendeplätzen am späten Abend gezeigt.

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Initiative produziert Youtube-Videos

Zunächst war die ARD nicht auf die Forderungen der Aktivistinnen und Aktivisten eingegangen, im April fand dann allerdings ein erstes Treffen mit den Programmverantwortlichen Christine Strobl, Florian Hager und Oliver Köhr statt. Die ARD hatte zudem in der vergangenen Woche gegenüber dem RND angekündigt, das Thema Klimawandel in der Sendung „Wissen vor acht“ häufiger behandeln zu wollen.

Die Initiative selbst hatte in den vergangen Wochen beispielhaft mehrere Youtube-Videos produziert und darin gezeigt, wie man sich eine regelmäßige Klimasendung vorstellt. In den rund fünf minütigen Clips geht es unter anderem um Themen wie erneuerbare Energien, Moore, den Klimawandel in Grönland und CO₂. Zudem hatte der Privatsender RTL Interesse gezeigt – ab Juni soll es hier regelmäßig eine Klimarubrik im Rahmen der Nachrichtensendung „RTL aktuell“ geben.

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ZDF-Intendant äußert sich kritisch

Die Forderungen der Gruppe stoßen bereits seit Wochen auf großes Interesse. Allein 19.000 Menschen hatten den offenen Brief an den ARD-Vorsitzenden Tom Buhrow unterzeichnet. Auch in der Branche ist der Vorstoß Gesprächsthema. ZDF-Intendant Thomas Bellut beispielsweise hatte sich bei einer Gesprächsrunde bei den Medientagen Mitteldeutschland zum Thema geäußert.

Bellut steht den Vorschlägen jedoch eher kritisch gegenüber: „Die Journalistinnen und Journalisten bestimmen, welche Themen gesetzt werden. Das ist das Prinzip der freien und offenen Medien“, so der Intendant. Er finde es falsch, so etwas vorzugeben. „Denn damit macht man auch Politik. Ist das unsere Aufgabe? Nein.“

RND/msc

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