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Bei Maybrit Illner: Ethikerin schlägt Helene Fischer als Impfbotschafterin vor

  • Medizinethikerin Christiane Woopen empfiehlt bei bei „Maybritt Illner“, mit Unterhaltungsstars für Corona-Impfungen zu werben.
  • Konkret nannte sie die Schlagersängerin Helene Fischer als prominentes Zugpferd.
  • Die Ethikern setzt dabei auf den „Jolie-Effekt“.
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Die ZDF-Talksendung von Maybrit Illner am Donnerstagabend beschäftigte sich unter anderem mit dem Corona-Impfstoff und der aktuellen Skepsis einiger Menschen, sich impfen zu lassen. Gastgeberin Maybrit Illner wollte von ihren Gästen wissen, ob mittels einer Kampagne Politiker als glaubwürdige Zugpferde nicht helfen würden, für den Impfstoff zu werben.

Christiane Woopen, die Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, bejahte das. Ihr kämen dabei aber auch ganz andere Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, in den Sinn. Woopen zieht dabei auch prominente Impfbotschafter aus der Unterhaltungsbranche in Betracht. „Wenn wir die richtigen Personen finden, die viele Menschen erreichen – das müssen gar keine Politiker sein – können wir zum Impfen motivieren“, sagte die Medizinethikerin. Als Beispiel für diese Rolle nannte Woopen die deutsche Schlagersängerin Helene Fischer.

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Woopen setzt auf den „Jolie-Effekt“

Bei US-Schauspielerin Angelina Jolie habe die Strategie, mit Starpower für ein gesundheitliches Anliegen zu werben, laut Woopen bereits gut funktioniert. Der Hollywoodstar hatte ein hohes Risiko, an Brust- und Eierstockkrebs zu erkranken und machte einen prophylaktischen Eingriff öffentlich.

Tausende Onkologen hätten sich jahrelang den Mund fusselig geredet, um die Frauen zu erreichen, die vielleicht in einer solchen Risikokonstellation sind. „Und dann geht Jolie mit einem Beitrag an die Öffentlichkeit und die ganzen Zentren können sich nicht mehr retten vor Anmeldungen“, sagte die Medizinethikerin in der ZDF-Talkshow.

Der Filmstar veröffentlichte im Frühjahr 2013 in der „New York Times“ einen Debattenbeitrag mit dem Titel „My Medical Choice“, in welchem sie von einer prophylaktischen Mastektomie berichtete. Aufgrund der Berichterstattung interessierten sich Frauen weltweit vermehrt für Brustdiagnostik.

RND/ak

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