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„Diese kleinen Pisser“: Bayern-3-Moderator beleidigt koreanische Popband und löst Rassismus-Eklat aus

Bayern-3-Moderator Matthias Matuschik vergriff sich ordentlich in der Wortwahl: Er verglich die koreanische Pop-Band BTS (rechts) mit dem Coronavirus - und sprach seine Hoffnung aus, dass es gegen sie "hoffentlich bald ebenfalls eine Impfung gibt".

Matthias Matuschik, Moderator des Radiosenders Bayern 3, sorgt mit einigen Aussagen in einer Livesendung am Mittwoch für heftige Diskussionen. „Matuschke“, wie er auch genannt wird, ging in einer Anmoderation auf die äußerst erfolgreiche koreanische Popband BTS los. Matuschik sprach darüber, dass er mit der Musik der Band nicht wirklich etwas anfangen kann, vergreift sich aber live in der Wortwahl. Er verglich die Gruppe mit dem Coronavirus, sie sei wie „irgendein Scheißvirus, wogegen es hoffentlich bald ebenfalls eine Impfung gibt“.

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Zwischenzeitlich versuchte der Moderator, sich zu retten – vergebens: „Nichts gegen Südkorea, man kann mir jetzt nicht Fremdenfeindlichkeit unterstellen, nur weil diese Boyband aus Südkorea… Ich habe ein Auto aus Südkorea. Ich habe die geilste Karre überhaupt.“

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Dass „Matuschke“ den Erfolg der Band, mit der MTV eines der legendären „Unplugged“-Konzerte aufnehmen möchte, nicht verstehen kann, hat er bereits sehr deutlich zum Ausdruck gebracht. Doch offenbar hatte sich der Moderator in Rage geredet. „Bei einer Boyband unplugged, allein das ist ja schon paradox“, schimpft er und legt nach: „Dann geben diese kleinen Pisser auch noch damit an, dass sie von Coldplay ‚Fix You‘ gecovert haben. Wo ich sage: ‚Das ist Gotteslästerung!‘ Das sage ich als Atheist. Das ist Frevel. Dafür werdet ihr in Nordkorea Urlaub machen für die nächsten 20 Jahre.“

Bayern 3 reagierte in einer Stellungnahme auf die Vorwürfe und stellt sich schützend vor den Moderator. „In der Sendung ‚Matuschke – der etwas andere Abend‘ hat Moderator Matthias Matuschik seine persönliche Meinung zu der sehr erfolgreichen südkoreanischen Band BTS und deren Cover des Coldplay Songs ‚Fix You‘ im Rahmen ihres Unplugged-Konzerts geäußert und viele von euch haben sich darüber beschwert. Es ist Charakter dieser Sendung und auch des Moderators, seine Meinung klar, offen und ungeschminkt zu äußern“, heißt es. „In diesem Fall ist er aus dem Versuch heraus, seine Meinung ironisch-überspitzt und mit übertrieben gespielter Aufregung darzustellen, in seiner Wortwahl übers Ziel hinausgeschossen und hat damit die Gefühle der BTS Fans verletzt.“ Das hätte er in keiner Weise beabsichtigt und hätte nur seinen Unmut über die oben genannte Coverversion äußern wollen.

Der Radiosender betont, dass es sich um eine persönliche, geschmackliche Meinung handele, die nicht im Zusammenhang mit der Herkunft und des kulturellen Backgrounds der Band stehe. „Die Geschichte von Matthias und sein Handeln in der Vergangenheit (wie z.B. sein Engagement in der Flüchtlingshilfe und sein stetiger Einsatz gegen Rechtsextremismus) zeigen aber deutlich, dass ihm Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in jeder Form absolut fernliegen“, heißt es in der Stellungnahme.

#Bayern3Racist trendet bei Twitter

Auf Twitter trendete bereits am Donnerstagabend der Hashtag #Bayern3Racist. Mehr als eine Million Tweets mit diesem Hashtag wurden bereits abgesetzt. Vor allem die südkoreanischen Fans von BTS laufen auf dem Kurznachrichtendienst Sturm gegen die Äußerungen des Moderators. Die Stellungnahme des Radiosenders konnte die meisten User nicht besänftigen. „Dieses Statement ist ein Witz“, schreibt eine Nutzerin – viele weitere stimmen ihr zu.

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Moderator Matthias Matuschik hat mit seinen Aussagen über BTS augenscheinlich nicht nur große Teile der K-Pop-Community gegen sich aufgebracht. Die Zahl der Tweets mit dem Hashtag #Bayern3Racist steigt seit Freitagmorgen steil an.

RND/nis

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