„Die Unvermittelbaren“

Martin Rütter bangt mit fast hoffnungslosem Fall: „Wer will so einen Hund?“

Martin Rütter weiß, wie schwierig es ist, kranke Hunde zu vermitteln.

Martin Rütter weiß, wie schwierig es ist, kranke Hunde zu vermitteln.

Ein besonders schwerer Fall von Vernachlässigung beschäftigt „Hundeprofi“ Martin Rütter in der aktuellen Folge von „Die Unvermittelbaren“ (sonntags bei RTL): Denn English Bulldog Bruno ist mit seinen drei Jahren schon fast ein hoffnungsloser Fall. Der Rüde hatte es nicht leicht in seinem bisherigen Leben, wie Tierheimleiterin Britta Merkel aus Haßberge erzählt. Dort wartet Bruno seit einem Jahr auf eine neue Chance.

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Aufgrund seines merkwürdigen Gangbildes wird Bruno direkt fachärztlich durchgecheckt - mit niederschmetterndem Ergebnis. Brunos Bewegungsapparat ist total hinüber: Hüfte, Ellenbogen, Karpalgelenke und Halswirbel sind deformiert - ob aufgrund der nicht tierschutzkonformen Haltung oder wegen Misshandlungen kann nicht mehr nachvollzogen werden.

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Hund Bruno ist „ein herzensguter Kerl“

Martin Rütter ist geschockt: „Insgesamt ist die Situation von diesen Flachnasen und Old English Bulldogs sowieso schon eine Katastrophe: Man sieht ja, dass er sauschlecht Luft bekommt. Aber dann ist auch noch der ganze Bewegungsapparat im Eimer. Wer will so einen Hund?“, fragt er.

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Das Problem: Bei seiner Diagnose ist klar, dass auf die neuen Besitzer eine Menge Kosten zukommen werden: Bruno braucht regelmäßig Physiotherapie für seine kaputten Gelenke und auch die Schmerzmittel sind nicht günstig. Hinzu kommt: Die Lebenserwartung des Rüden ist aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes herunter gesetzt. Martin Rütter: „Dass Bruno nicht alt werden wird, ist für die Menschen genau das K.-o.-Kriterium.“ Tierheimleiterin Britta hofft dennoch, dass Bruno eine Chance bekommt: „Er ist ein herzensguter Kerl!“

Martin Rütter: „Nur so geht seriöse Vermittlung“

Dann die gute Nachricht: Sandra, Tobias und Ida Thiem wollen Bruno unbedingt kennenlernen. Dafür nehmen sie sogar die weite Strecke aus ihrer Heimat Lübeck nach Bayern in Kauf - 600 Kilometer. „Er wirkt einfach total menschenfreundlich, und ich will ihn einfach knuddeln“, sagt Sandra. Martin Rütter ist froh, „dass sich überhaupt mal jemand beworben hat“ für den kranken Hund.

Direkt beim Kennenlernen schmeißt sich Bruno ins Gras und lässt sich von den Thiems genüsslich streicheln. „Genau an so etwas haben wir gedacht“, freuen sie sich. Am liebsten würden sie Bruno direkt einpacken. Doch so schnell geht es nicht, sagt Tierheimleiterin Britta: „Das machen wir prinzipiell nicht. Ich finde wichtig, dass der Familienrat noch mal tagt. Ich möchte natürlich auch gern sehen, wie es bei euch zu Hause läuft.“

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Martin Rütter bestätigt, diese Vorgehensweise sei genau richtig - nicht nur bei den „Unvermittelbaren“: „Du kannst nicht in ein Tierheim gehen und sagen: ‚Den hier nehme ich mit!‘ Dass viele Fragen gestellt werden und man mehrfach kommen muss, gehört zu einer seriösen Vermittlung dazu.“

Martin Rütter: „Natürlich ist all das aus Hundesicht völlig sinnentleert“

Doch für die Thiems gibt es kein Zurück mehr: Kaum wieder zu Hause, decken sie sich mit Hundespielzeug ein, und Tochter Ida malt schon Bilder mit Bruno. Eine „Herzlich willkommen“-Girlande und bunte Luftballons zieren das Haus, als der große Tag gekommen ist: Britta bringt Bruno in sein neues Zuhause. „Natürlich ist all das aus Hundesicht völlig sinnentleert“, sagt der „Hundeprofi“ schmunzelnd, „aber aus Menschensicht ist das ein Zeichen: Man will sagen, da zieht ein neues Familienmitglied ein, und das ist doch nett.“

Nach sieben Stunden Fahrt von Bayern in den hohen Norden kommt Tierheimleiterin Britta mit Bruno endlich bei der Familie an. Als sie Bruno sieht, fließen bei Frauchen Sandra sofort die Tränen. Bei der Begehung des Hauses muss Britta kurz lächeln: „Das ist sein Körbchen? Das ist ein bisschen XS!“, sagt sie. Die Thiems haben sich in den Maßen des Liegeplatzes für Bruno leicht verschätzt. Britta empfiehlt ein größeres orthopädisches Bett für den Rüden, aber die Entscheidung ist klar: Bruno darf bei der Familie bleiben: „In meinem Herzen ist er schon ganz tief angekommen“, freut sich Sandra Thiem über das Happy Ende für den „Unvermittelbaren“.

RND/Teleschau

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