Markus Lanz hat lieber Armin Laschet als Olaf Scholz in seiner Sendung zu Gast

  • Wenn Spitzenpolitiker in der Talkshow von Markus Lanz auftreten, sorgt das immer wieder für Schlagzeilen.
  • Im März sorgte ein Gespräch mit Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet, der dabei keine gute Figur machte, für reichlich Spott.
  • Jetzt sprach Lanz erneut über die Sendung – und erklärte, warum er tatsächlich lieber Laschet als Olaf Scholz befragt.
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ZDF-Moderator Markus Lanz hat lieber Armin Laschet als Olaf Scholz in seiner Sendung zu Gast. Der Unions-Kanzlerkandidat sei „ein Politiker, der verletzlich ist“, sagte Lanz laut „Hamburger Abendblatt“ beim Kongress des Bundesverbandes Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV). „Das ist mir ehrlich gesagt lieber als Olaf Scholz, der auf Fragen entweder nicht oder dreimal anders antwortet“, so der ZDF-Moderator weiter.

Lanz räumte dem Bericht zufolge allerdings auch ein, dass er sich am Kanzlerkandidaten der SPD „die Zähne ausgebissen“ habe. Scholz habe die seltene Gabe, sich immer unter Kontrolle zu haben, es wirke so, als habe er einen „zweiten Hirnstrom“, der alles, was der erste macht, überwacht, zitiert ihn das „Hamburger Abendblatt“.

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Markus Lanz mag keine Floskeln

Ob Laschet allerdings gerne in der Sendung von Markus Lanz zu Gast ist, scheint fraglich. Der hatte nach einem Interview im März viel Kritik einstecken müssen. „Seine Ratlosigkeit war mit Händen zu greifen“, hatte Lanz später über das Gespräch gesagt. Dass er „Laschet zerstört“ hätte, wie Kommentatoren danach schrieben, entspreche allerdings nicht seiner Wahrnehmung, sagte Lanz beim BDZV.

Seinen journalistischen Stil habe er im Laufe der Zeit verändert, er stelle radikalere Fragen, sagte Lanz weiter: „Ich versuche Menschen, die sehr geübt sind, Antworten zu geben, aus dem Tritt zu bringen. Ich stelle bei mir schon eine zunehmende Ungeduld fest, wenn auf meine Fragen mit Floskeln geantwortet wird.“ Dabei wolle er sich aber „ernsthaft an journalistischen Standards messen lassen“, so Lanz.

RND/seb

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