Schwurbelauftritt von Lisa Fitz: SWR sieht Aussage nun doch nicht von Meinungsfreiheit gedeckt

Lisa Fitz in der SWR-Kabarettsendung „Spätschicht".

Lisa Fitz in der SWR-Kabarettsendung „Spätschicht".

Eine Woche lang stand die Aussage der 70-jährigen Kabarettistin Lisa Fitz in der SWR-Show „Spätschicht“ unwidersprochen im Raum, dass durch die Corona-Impfungen bereits 5000 Menschen gestorben seien. Erst nach Medienberichten am Freitag und Samstag reagierte der Sender: „Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass die in diesem Antrag benannten Zahlen der Impftoten aller Wahrscheinlichkeit nach nicht belastbar sind.“

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SWR sieht Aussage nicht mehr von Meinungsfreiheit gedeckt

Der Sender nannte den Beitrag in einer ersten Stellungnahme zwar „heikel“, aber sah ihn dennoch von der Meinungsfreiheit gedeckt. Nun hat sich der SWR in einer erneuten Pressemitteilung zu Wort gemeldet und Fehler im Umgang mit der Sendung eingeräumt. „Die Meinungsäußerungsfreiheit gilt jedoch nicht unbegrenzt, sondern endet auch in einer Comedy- oder Satiresendung bei falschen Tatsachenbehauptungen. Die Aussage von Lisa Fitz zur Anzahl der Impftoten ist nachweislich falsch“, wird darin Clemens Bratzler, SWR Programmdirektor Information, Sport, Fiktion, Service und Unterhaltung, zitiert. „Auch wenn die anderen Äußerungen von Lisa Fitz in ihrem Beitrag von der Meinungsfreiheit gedeckt sind, ist die Aussage zu den Impftoten eine falsche Tatsachenbehauptung. Daher wird die Ausgabe der ,Spätschicht; depubliziert“, heißt es beim SWR.

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Bis zum Samstag war der Beitrag noch in der Mediathek der SWR verfügbar, am Sonntag konnte er noch in der ARD-Mediathek eingesehen werden. Doch auch von dieser Plattform soll er nach Aussage des SWR zeitnah verschwinden.

RND/goe

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