Linda Zervakis: Das waren ihre Abschiedsworte in der „Tagesschau“

  • Linda Zervakis ist zu einem der bekanntesten TV-Nachrichtengesichter in Deutschland geworden.
  • Nach vielen Jahren war sie am Montagabend zum letzten Mal in der „Tagesschau“ zu sehen.
  • Um kurz vor 20.15 Uhr verabschiedete sich die 45-Jährige von einem Millionenpublikum.
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Hamburg. Am Montagnachmittag hatte sich Nachrichtensprecherin Linda Zervakis bereits in einem emotionalen Post auf Instagram bei ihren Zuschauern und Kollegen bedankt, am Abend sagte die 45-Jährige dann am Ende der „Tagesschau“ endgültig Tschüs. Allerdings sehr viel weniger emotional als in sozialen Medien: „Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend, machen Sie es gut und bleiben Sie gesund“, so Zervakis am Ende der 20-Uhr-Ausgabe von Deutschlands bekanntester Nachrichtensendung, in der sie zum letzten Mal zu sehen war. Und gab zu den Kollegen eines ARD-„Extra“ ab.

„Guten Abend, meine Damen und Herren, ich begrüße Sie zur Tagesschau“: Mit diesen vertrauten Worten hatte Zervakis um Punkt 20 Uhr die Zuschauer in der ARD begrüßt. Dann waren unter anderem die aktuelle Bund-Länder-Runde, der Stand der Impfkampagne, die Atomkatastrophe von Tschernobyl vor 35 Jahren und die Oscarverleihung Thema.

Vor ihrer letzten „Tagesschau“ hatte Zervakis noch gesagt, sie hoffe, „dass man mein Herz nicht pochen hört heute Abend, wenn der Gong erklungen ist“. Die Aufregung konnte die 45-Jährige aber gut verbergen. An ihre Kollegen wollte Zervakis nach den Sendung „Ouzo verteilen – und zwar abgepackt in kleinen Flaschen, coronakonform jeder für sich eine. Das ist sozusagen der schlanke griechische Abgang.“

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Bei den ARD-„Tagesthemen“ dagegen wurde die Hamburgerin zum Abschied gewürdigt und es gab auch Blümchen. Nachdem Ingo Zamperoni seiner Kollegin - beide mit Mundschutz - einen dicken Blumenstrauß überreicht hatte, sagte er: „Wir werden dich sehr, sehr vermissen.“ Die 45-Jährige zeigte sich gerührt und stieß mit Zamperoni an.

Linda Zervakis begeistert von Nachrichten

Bei Instagram hatte Zervakis am Montagnachmittag ein Foto ihres ersten „Tagesschau“-Auftritts zur Primetime veröffentlicht. Es sei damals eine Mischung gewesen aus „kurz vor in Ohnmacht fallen, Wackelpudding in den Beinen und dieses Gefühl, wenn man weiß, dass man nur noch zwei Minuten hat, um seinen Zug zu bekommen – und es eigentlich unwahrscheinlich ist, dass man seine Sitzplatzreservierung einlösen kann“, erinnerte sie sich in dem Post. Kurzum: „Stress pur.“ Außerdem dankte die 45-Jährige Kollegen und Zuschauern: „Das, was mich in den letzten Tagen an Post erreicht hat, ist einfach unbeschreiblich. Aber auch schon vorher. Wahnsinn.“

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Linda Zervakis: Nächste Station Privatfernsehen?

Zervakis war im Mai 2013 zum ersten Mal in der Hauptausgabe der „Tagesschau“ zu sehen, seitdem ist sie zu einem der bekanntesten TV-Nachrichtengesichter in Deutschland geworden. Neben ihrem Job für die quotenstärkste Nachrichtensendung im deutschen Fernsehen, die bei ARD aktuell in Hamburg auf dem NDR-Gelände produziert wird, schob Zervakis in den vergangenen Jahren auch andere Medienprojekte an. Sie startete zum Beispiel im vergangenen Jahr einen Podcast auf Spotify, in dem sie Deutsche interviewt, die einen Migrationshintergrund haben. Außerdem veröffentlichte sie mehrere Bücher.

Vor wenigen Wochen hatte Zervakis ihren Abschied von der „Tagesschau“ bestätigt. Was sie in Zukunft beruflich macht, ist noch unklar. Gerüchte um einen Wechsel zu den Privatsendern Sat.1 oder Pro Sieben hat die Moderatorin nicht bestätigt.

RND/seb

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