„Let‘s Dance“: Profitänzer werfen Joachim Llambi Bodyshaming vor

  • Mit einem Kommentar über den Bauch von „Let’s Dance“-Finalist Nicolas Puschmann hat sich Joachim Llambi keine Freunde gemacht.
  • Die ehemaligen Tanzprofis Erich Klann und Oana Nechiti kritisieren das Bodyshaming in ihrem Podcast.
  • Llambi sei schon öfter mit abwertenden Kommentaren über nicht perfekt geformte Körper aufgefallen.
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Perfekt austrainierte Tänzer mit einer superschlanken und sportlichen Figur: Das gibt es, sagt aber nichts darüber aus, wie gut sich jemand bewegen kann. Das finden zumindest die beiden Tanzprofis Oana Nechiti und Erich Klann, die mehrfach bei „Let’s Dance“ mit Promis angetreten sind. Sie wehren sich damit gegen abfällige Bemerkungen von Juror Joachim Llambi.

Llambi ist bekannt für seine harten Worte in der RTL-Tanzshow. Aber dieses Mal sei das Bodyshaming zu offensichtlich gewesen, so Klann und Nechiti in ihrem Podcast „Tanz oder gar nicht“. Im Halbfinale von „Let’s Dance“ am Freitagabend sagte Joachim Llambi zu Finalist Nicolas Puschmann nach dessen Paso doble, dass sein Bauch „Gott sei Dank im Grunde nicht mehr da ist“.

„Es gab genug Staffeln, in denen man gesehen hat, dass tanzen nichts mit Körperform zu tun hat“

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Im Laufe der Staffel hatte Llambi öfter den Bauch des Ex-„Prince Charming“, der mit Profitänzer Vadim Garbuzov tanzt, kommentiert. Dieses mal sei es nur offensichtlich gewesen, so die 33-Jährige. Ihr Partner Klann kommentierte, dass die Worte von Llambi nicht angebracht seien und tanzen eine „globale Sprache“ sei: „Alle sollen tanzen.“ Ein Bauch sollte dabei nicht stören.

Oana Nechiti wurde noch deutlicher: „Es gab genug Staffeln, in denen man gesehen hat, dass tanzen nichts mit Größe und nichts mit Körperform zu tun hat.“ Prominente wie Maite Kelly und Faisal Kawusi, mit dem sie selbst bis auf Platz fünf kam, hätten das bewiesen. Puschmann selbst hatte im Einspieler vor dem Paso doble über seinen Körper gesprochen – immerhin wurde der Paso doble schon häufiger nur mit einem kurzen Jäckchen und nacktem Bauch getanzt. „Da fragt man sich schon, ob man bereit ist“, so Puschmann.

Nicolas Puschmann appelliert an Zuschauende: Tanzt, „egal, wie ihr euch körperlich gerade fühlt“

„Man steckt ja immer nur in dem Körper, in dem man gerade steckt. Mal hat man gute Phasen, mal hat man schlechte Phasen.“ Er habe bei „Let’s Dance“ gemerkt, dass man kein Model sein müsse, um Liebe und Leidenschaft und Emotionen auf die Tanzfläche zu bringen. „Egal, wie ihr euch körperlich gerade fühlt: Geht in die Tanzschule und fühlt eure Leidenschaft. Und wenn ihr mit ganz viel Liebe und Emotion tanzt, ist der Körper absolute Nebensache“, appellierte er an die Zuschauerinnen und Zuschauer.

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Zuschauende kritisieren Joachim Llambi auf Twitter für das Bodyshaming

Die Zuschauerinnen und Zuschauer waren es dann auch, die das Bodyshaming von Llambi nicht nachvollziehen konnten. Kommentare über die Figur von Puschmann seien unangebracht – vor allem nach den aufmunternden Worten von Puschmann im Einspieler. „Unterste Schublade von Llambi“, schreibt ein Nutzer.

Eine Zuschauerin bezeichnete Llambi in dieser Staffel als „unerträglich“. Er solle für jeden „sexistischen, grenzwertig homophoben oder Bodyshaming-Kommentar bestraft werden“. Weder RTL noch Llambi äußerten sich bisher zu der Kritik. Llambi teilte auf Facebook lediglich einen Artikel mit der Überschrift „Joachim Llambis vernichtendes Urteil für Nicolas Puschmann“ mit den Worten: „Völlig zu Recht.“

RND/msk

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