ZDF-Serie “Arctic Circle” - Killervirus im Reich von Eis und Schnee

  • Die Serie “Arctic Circle” (ab 16. Februar, 22.15 Uhr, ZDF) erzählt eine schwarze Thrillerstory aus dem blendenden Weiß nördlich des Polarkreises.
  • Eine Polizistin entdeckt eine halbtote Prostituierte und zwei Frauenleichen, alle mit einem mörderischen Virus infiziert.
  • Ein denkbar aktueller Nervenzerrer, dessen größtes Potenzial die umwerfende Landschaft ist.
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Es ist eine schwarze Geschichte mitten im arktischen Weiß: Die bildgewaltige finnisch-deutsche Thrillerserie „Arctic Circle“ spielt in einer tief verschneiten Gegend nördlich des Polarkreises. In der dünn besiedelten Landschaft im finnischen Lappland finden Ermittler zwei tote Prostituierte und kommen einem gefährlichen Virus auf die Spur, dessen Ausbreitung sie stoppen müssen. Das ZDF zeigt den außergewöhnlichen Fünfteiler ab 16. Februar um 22.15 Uhr auf dem für ambitionierte Auslandskrimis reservierten Sendeplatz am späten Sonntag.

Gleich die erste Szene entführt in eine Welt der Extreme: Zwei Polizisten aus der Kleinstadt Ivalo pflügen auf ihren Motorschlitten durch nordische Weiß, stoßen dann in einem verwaisten Aussiedlerhof auf jede Menge Erotikgarderobe und eine halbtote Gefangene. Es ist die Grenzregion zu Russland, und die Frau ist eine jener russischen Prostituierten, die mit „Huren-Bussen“ durch Lappland tingeln, um Geld zu verdienen.

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Dann findet die engagierte Ermittlerin Nina Kautsalo (lina Kuustonen) auch noch zwei im Schnee verscharrte Frauenleichen – der dubiose Besitzer des Hofs, der gelegentlich den örtlichen Rentierzüchtern beim Schlachten hilft, ist verschollen.

Ein mörderisches Virus geht um

Eine Blutuntersuchung ergibt: Die Opfer sind mit einem Virus infiziert, das Fehlgeburten, Missbildungen und den Tod zur Folge hat. Der Virologe Thomas Lorenz (Maximilian Brückner) vom Seucheninstitut in Helsinki ist entsetzt: Das bisher unbekannte Virus ist hochansteckend und gefährlich, schnell keimt in ihm der entsetzliche Verdacht, dass es gezielt als Kriegswaffe entwickelt wurde.

Gemeinsam mit Nina versucht Lorenz, die Schuldigen zu finden und die Krankheit einzudämmen. Dabei legen sich die beiden mit russischen Oligarchen an, geraten in Lebensgefahr und verlieben sich ineinander. Als sich Ninas eigene Tochter, die das Down-Syndrom hat, mit dem Virus infiziert, wird die Sache etwas Persönliches.

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Die Farbe dieses düsteren Thrillers ist Weiß

Ein tückisches Virus, das von den Behörden geheim gehalten wird, Schwangere gefährdet und sexuell übertragbar ist: Wem würden da nicht die Erreger von Corona, Zika und HIV einfallen? Doch so aktuell, brisant und spannend der Stoff des Fünfteilers auch sein mag, der eigentliche Star der Serie ist doch die unglaubliche Landschaft: „Nordic Noir“, so nennt man Krimispannung aus Skandinavien üblicherweise – wegen der makellos weißen Schneeflächen bezeichnen die Macher ihre auf Englisch gedrehte Virus-Serie aber lieber als „Nordic White“.

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Regie führte der Finne Hannu Salonen, der am Bodensee lebt und schon viele „Tatort“-Folgen gedreht hat. Die eisigen Temperaturen von bis zu minus 40 Grad wurden für die finnischen und deutschen Schauspieler zur großen Herausforderung. „Bei solchen Temperaturen kann man einfach nicht mehr reden. Man hat eine Szene und merkt am Ende des Takes, dass einem das Gesicht einfriert und das Mundwerk schlicht nicht mehr funktioniert“, schildert Maximilian Brückner. „Die Drehbedingungen waren teilweise sehr hart“, sagt der 41-Jährige.

"Arctic Circle" startet am 16. Februar um 22.15 Uhr im ZDF

RND/ski