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Kevin Kühnert: „Wie der Mensch Olaf Scholz tickt, das weiß ich nicht“

SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert bei „Markus Lanz“.

Der neue SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert pflegt ein hauptsächlich sachlich-distanziertes Verhältnis zu Bundeskanzler Olaf Scholz. „Wie der Mensch Olaf Scholz tickt, das weiß ich nicht, aber das ist für unsere Zusammenarbeit auch nicht so wichtig“, sagte Kühnert am Dienstagabend in der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“.

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Gerade jetzt im Zuge seiner Wahl zum Bundeskanzler rede man „aber auch schon mal über zwischenmenschliche Dinge“, so Kühnert. Scholz erlebe er als zurückhaltend, er sei „niemand, aus dem es heraussprudelt“.

Die „taz“-Journalistin Ulrike Herrmann fand nüchterne Worte über ihre Erfahrungen mit dem neuen Kanzler: „Im direkten Smalltalkbereich ist Herr Scholz schüchtern.“ Moderator Lanz ergänzte: „Es purzelt nichts aus ihm heraus, was ihm gefährlich werden könnte.“ Das bestätigte Lars Haider, Chefredakteur des „Hamburger Abendblatts“ und Scholz-Biograf: „Er wird jetzt noch vorsichtiger sein.“

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Olaf Scholz „heute ein Entertainer“

Dass Scholz häufig ausweichend auf Fragen reagiere, wollte SPD-Generalsekretär Kühnert nicht bestätigen: „Wenn ich mit ihm rede, stelle ich ihm politische Fragen, und dann bekomme ich auch sehr präzise Antworten.“

Dass Scholz im Laufe der Jahre aber auch einen Wandel in seinem Auftreten vollzogen habe, betonte der Journalist Haider. Im Vergleich zu seiner Zeit als Generalsekretär Anfang der 2000er-Jahre sei er „heute ein Entertainer“.

Doch nicht nur Olaf Scholz war Thema der Sendung, auch nüchternen politischen Fragen musste sich Kühnert stellen, etwa zur Wohnraumproblematik in Deutschland – die war ein zentrales Thema des Bundestagswahlkampfes. Vor allem beim Mietrecht habe er sich „deutlich mehr gewünscht und erwartet“, sagte Kühnert mit Blick auf den Koalitionsvertrag. Das sei unterhalb dessen geblieben, was nötig sei, sagte der SPD-Politiker und stellte fest: „Es gibt Licht und Schatten in so einer Koalition.“

RND/seb

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