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Keine Schwarzen eingeladen: Das sagen die Macher der Maischberger-Talkshow zur Kritik

  • Zum Maischberger-Talk am Mittwochabend wurden nur Weiße eingeladen.
  • Und das, obwohl es unter anderem um George Floyd, Rassismus und Polizeigewalt in den USA gehen soll.
  • Nun äußert sich der zuständige WDR dazu.
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In der ARD-Talkshow “Maischberger” soll es am Mittwochabend unter anderem um den Tod des Afroamerikaners George Floyd und die dadurch ausgelösten Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA gehen. Außerdem soll über das geplante Konjunkturpaket der Koalition, die Reisewarnung und einen Corona-Impfstoff gesprochen werden. Eingeladen als Gäste sind Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD), ARD-Börsenexpertin Anja Kohl, Moderator Dirk Steffens, Kolumnist Jan Fleischhauer und Virologin Helga Rübsamen-Schaeff. Und das sorgt für viel Kritik.

Denn alle fünf Gäste sind weiß, von Rassismus Betroffene können damit nicht zu Wort kommen. Das hat vor allem auf Twitter für viel Empörung gesorgt, wo zwischenzeitig auch noch der ehemalige Grünen-Bundestagsabgeordnete Özcan Mutlu von der ARD geblockt wurde, nachdem er ebenfalls heftige Kritik geäußert hatte.

Statement vom WDR und der “Maischberger”-Redaktion zur Kritik

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Nun hat sich der zuständige WDR dazu geäußert: “Die Redaktion war seit Sonntag im Kontakt mit mehreren möglichen, auch schwarzen, Gesprächspartner*innen zum Thema Rassismus in den USA. Zugesagt hat jetzt eine afroamerikanische Germanistikprofessorin aus North Carolina. Aktuell klären die Kolleg*innen die technische Infrastruktur”, teilt der Sender dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) mit. Und weiter: “Rassismus als Auslöser der Unruhen wird Ausgangspunkt unserer Diskussion sein, es soll aber auch um die politische Situation in den USA insgesamt gehen. Das wird natürlich nicht das einzige Thema in der Sendung sein, denn wie jede Woche wird Sandra Maischberger bei ‘Maischberger. Die Woche‘ mit ihren Gästen auch über weitere aktuelle Themen diskutieren, zum Beispiel über das Konjunkturpaket und die Reisewarnungen.” Auch auf Twitter wurde die neue Gesprächspartnerin, die US-Wissenschaftlerin Priscilla Layne, mittlerweile angekündigt.

Am Dienstag hatte es schon eine kurze Stellungnahme auf dem “Maischberger”-Twitter-Account gegeben, in dem die eigentliche Kritik aber nicht wirklich aufgenommen wurde. “Da es hier ja nun leider ein bisschen Verwirrung gab: Wie jeden Mittwoch machen wir auch morgen eine Sendung, in der wir die wichtigsten Themen der Woche diskutieren. Und natürlich beherrschen die Unruhen in den USA aktuell die Schlagzeilen. Daneben wollen wir uns aber zum Beispiel auch den weiteren Entwicklungen in der Corona-Krise widmen, den Reisewarnungen, der Impfstoffentwicklung und dem Konjunkturpaket. Lasst uns doch alle erst mal die Sendung anschauen und anschließend gern weiterdiskutieren. Machen wir das so?”, heißt es da. Beendet wurde der Post mit einem Zwinkersmiley.

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Auch diese Reaktion kam bei vielen nicht gut an. Sie hatten kein Verständnis für diese Argumentation.

RND/hsc

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