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Experte spricht mit RTL-Moderatorin Katja Burkard über Alltagsrassismus und das „Z-Wort“

  • Nach der Verwendung eines abwertenden Begriffs für Roma und Sinti war RTL-Moderatorin Katja Burkard in die Kritik geraten.
  • In ihrer Sendung „Punkt 12“ sprach die 56-Jährige jetzt mit einem Experten über Alltagsrassismus und das „Z-Wort“.
  • Alltagsrassismus führe dazu, dass die Betroffenen sich jeden Tag ausgeschlossen fühlten, sagte Radoslav Ganev, Gründer der Roma- und Sinti-Initiative RomAnity.
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Nach der Verwendung eines Begriffs, der als abwertend gegenüber Roma und Sinti wahrgenommen wird, hat RTL-Moderatorin Katja Burkard am Montag in ihrer Sendung „Punkt 12″ mit einem Experten über Alltagsrassismus gesprochen. Radoslav Ganev, Gründer der Roma- und Sinti-Initiative RomAnity, betonte dabei, wie wichtig es sei, das „Z-Wort“ zu vermeiden, und erklärte, was diskriminierende Sprache mit Betroffenen mache. Burkard distanzierte sich in dem Gespräch noch einmal von jeder Form von Rassismus.

Der Experte fand in dem Gespräch deutliche Worte: „Das ‚Z-Wort‘ an sich sollte im besten Falle nur im historischen Kontext verwendet werden, weil es negativ behaftet ist“, sagte er. Viele Menschen würden den Begriff als verletzend empfinden. Der RomAnity-Gründer betonte, wie gefährlich rassistische Denkmuster in den Köpfen vieler Menschen seien: „Rassismus in seiner reinen Form tötet“, so Ganev. Alltagsrassismus führe dazu, dass die Betroffenen sich jeden Tag ausgeschlossen fühlten – ganz unabhängig davon, wie sehr sie sich anstrengten. Die Forderung des Experten: „Wir müssen daran arbeiten, diese Bilder aus den Köpfen zu kriegen.“

Katja Burkard hatte am vergangenen Donnerstag in der Sendung „Punkt 12“ gemeinsam mit ihrer Kollegin Roberta Bieling eine Auswanderin interviewt. Dabei sagte sie über Kinder: „Wenn die dann älter sind, so wie unsere Roberta, dann ist nix mehr mit Zigeunerleben.“ Die Äußerung Burkards löste Proteste aus – der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, äußerte sich in einem offenen Brief an RTL-Chefredakteur Michael Wulf empört: „Wir werden das ignorante und beleidigende Verhalten der Medien gegenüber den Angehörigen unserer Minderheit nicht länger dulden.“

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Burkard hatte sich in der vergangenen Woche sowohl in einer Livesendung ihres Senders als auch in den sozialen Medien öffentlich für die Äußerung entschuldigt.

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Das in der Sendung gefallene Wort stand im Deutschen früher für ein Leben, das sehr stark durch Wandel, Umbrüche oder Umzüge gekennzeichnet ist. Das Wort „Zigeuner“ und seine Wortableitungen werden jedoch heutzutage allgemein als abwertend gegenüber Roma und Sinti wahrgenommen.

RND/liz mit dpa

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