Kabarettist Dieter Nuhr gibt zu, Corona unterschätzt zu haben

  • Komiker Dieter Nuhr fällt immer mal wieder mit Aussagen auf, die ihm Kritik einbringen.
  • Zuletzt wegen seiner Meinung zum Coronavirus: So sagte Nuhr in einem Tweet, dass er trotzdem gerne seinen Auftritt durchziehen würde.
  • In seiner TV-Sendung “Nuhr im Ersten” revidierte der Kabarettist nun seine vergangene Einschätzung.
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Sämtliche deutsche Fernsehsender setzen auf TV-Shows ohne Publikum – so auch Dieter Nuhrs Sendung “Nuhr im Ersten” am Donnerstagabend in der ARD. Der Kabarettist hat seine Show nicht wie gewohnt aus dem TV-Studio gesendet, sondern aus seinen eigenen vier Wänden. Per Liveschalte unterhielt er sich mit den Gästen seiner Sendung – unter anderem waren die Komiker Michael Mittermeier und Johann König dabei.

Zunächst überraschte Nuhr die Zuschauer mit einer Anmerkung zum Coronavirus: “Viele haben die Krankheit unterschätzt, ich im Übrigen auch, um das ganz deutlich zu sagen.” Damit spielt der Komiker auf seine Aussagen zur Pandemie vor wenigen Tagen an, die ihm viel Kritik eingebracht hat. So machte Nuhr auf Twitter noch am 10. März deutlich, dass er die Veranstaltungsabsagen nicht richtig findet: “Wir haben eine Erkrankungsrate von 0,0001 Prozent der Bevölkerung. Also ich würde gerne einfach auftreten am Wochenende...”

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Vielen Twitter-Usern gefiel dies gar nicht und kommentierten unter anderem: “Sie haben da etwas ganz Grundlegendes nicht begriffen.”

Wenig später spottete der Kabarettist in seiner TV-Sendung “Nuhr im Ersten” auch über die Leute, die sich in Corona-Zeiten zu wichtig nehmen: “Was mir so richtig auf den Sack geht ist, dass sich jetzt wieder alle ihre eigenen Regel schaffen, weil sie es natürlich besser wissen. Die ganzen Oberschlauen, die sich jetzt für Virologen halten und erklären was zu tun ist.” Weiter zitierte er einen Philosophen mit dem Satz: “Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten.”

Damit schlägt er ganz andere Töne an als noch am 10. März auf Twitter. Dieter Nuhr hat sich in der Vergangenheit schon öfter mit seinen Aussagen Kritik eingehandelt, zuletzt wegen seiner Meinung zu der 17-jährigen Klimaaktivistin Greta Thunberg.

RND/am


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