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Judith Rakers: „Am Ende habe ich Rea ein bisschen rumgekriegt”

  • In der vierten Folge von „The Masked Singer“ haben die Zuschauer das Küken aus der Show gewählt.
  • Unter der Maske verbarg sich Judith Rakers – die „Tagesschau“-Sprecherin musste Federn lassen.
  • Im Interview spricht sie über anstrengende Auftritte und warum sie mit Rea Garvey eine Hassliebe verbindet.
Nico Schwieger
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Eine „Tagesschau“-Sprecherin lässt Federn: Moderatorin Judith Rakers ist in der ProSieben-Show „The Masked Singer“ als plüschiges Küken enttarnt worden. Die 45-Jährige zog sich am Dienstagabend die Maske vom Gesicht, in der sie unerkannt an der Sendung teilgenommen hatte. Im RND-Interview spricht sie über das für sie ungewöhnliche Abenteuer.

Judith Rakers, Sie hatten ein breites Grinsen bei Ihrer Demaskierung im Gesicht. Haben Sie sich gefreut, dass Sie das Geheimnis lüften durften?

Ja, ich habe mich vor allem gefreut, dass mich bis zum Schluss niemand erraten hat. Ich hatte so viel Spaß als Küken. Es wurden immer wieder verschiedene Namen genannt. Das Rateteam hat ja wirklich wild spekuliert. Es war mir ein Fest.

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Wirklich niemand hatte Sie auf dem Zettel.

Ich war überrascht, dass niemand auf mich gekommen ist. Küken und Hühner sind so sehr mit mir verbunden, weil ich selbst welche im Garten habe und gerade dazu ein Buch geschrieben habe. Das größte Indiz war die Maske selbst.

Von Show eins an hatten Rea Garvey und Sie eine gewisse Hassliebe entwickelt.

Also ich habe ihn nicht gehasst (lacht). Ich mochte Rea von Anfang an und seine Frisur auch, aber er mochte den Plüsch und den Flausch meines Kostüms nicht. Insofern hatte er mich von Anfang an auf dem „Kieker“.

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"Am Ende habe ich ihn rumgekriegt": Das Küken buhlt um die Zuneigung von Juror Ray Garvey. © Quelle: Willi Weber/ProSieben/dpa

Hat Sie die Kritik von Rea Garvey überrascht?

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Ich wurde vorgewarnt, dass ich mich nicht wundern soll, wenn ein Mitglied des Rateteams anfängt, mich zu ärgern. Rea mag diese plüschigen Kostüme einfach nicht, egal wer darin steckt. Und so war es dann auch, aber ich war vorbereitet. Ich wollte das Kostüm einfach zum Leben erwecken und am Ende habe ich ihn ja auch ein bisschen rumgekriegt. Rea kam nach der Sendung noch einmal zu mir und hat mir gesagt, wie großartig er das Küken am Ende dann doch fand, weil er mir diese Auftritte nie zugetraut hätte.

Wie viel haben Sie geübt, bis Ihre Stimme so piepsig geworden ist?

Das fiel mir überhaupt nicht schwer. Ich kann meine Stimme total gut in alle Richtungen verstellen. Schwierig war für mich das Singen. Man denkt, dass man das schon irgendwie hinbekommt. Aber ich habe gemerkt, dass es sich – auch wenn ich noch 20 Jahre Vocal-Coaching hätte – niemals gut anhören würde (lacht). Man braucht schon eine gewisse Selbstironie für diese Show und darf sich nicht zu ernst nehmen.

Wie schwer war es in diesem großen Kostüm zu performen?

Maximal schwer. Als Nicht-Sängerin zwischen den ganzen Profis aufzutreten, da braucht man schon eine gehörige Portion Selbstbewusstsein. Und das alles noch unter diesem großen, schweren Kostüm ist körperlich unglaublich anstrengend. Allein der Rumpf wiegt fast zehn Kilo. Die Maske wurde fest auf meinen Kopf geschnallt, damit sie nicht verrutscht. Dadurch war immer Druck auf dem Hals. Die Atmung dann so zu kontrollieren, dass da überhaupt ein Ton rauskommt, war unglaublich schwer.

Sind Ihre „Tagesschau“-Kollegen nicht misstrauisch geworden, dass Sie dienstags immer frei haben wollten?

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Nein. Der Vorteil ist, dass wir freie Mitarbeiter bei der „Tagesschau“ sind und wir uns an den Tagen eintragen, an denen wir verfügbar sind. Da ich neben der „Tagesschau“ auch noch eine Talkshow moderiere und Reportagen drehe, sind die Kollegen es gewohnt, dass ich immer mal wieder nicht verfügbar bin. Der eine Arbeitgeber dachte, dass ich gerade beim anderen Auftraggeber arbeite. Ich musste also niemanden anlügen, sondern einfach nur diskret sein.

Haben Ihre Kollegen von der „Tagesschau“ Ihnen schon geschrieben?

Jan Hofer hat mir direkt am nächsten Morgen geschrieben und mir zu dem, wie er sagt, „großen Kino“ gratuliert (lacht). Und andere Kollegen vom NDR haben sich auch schon bei mir gemeldet. Die meisten haben nichts geahnt und waren total überrascht.

Gucken Sie Jan Hofer denn auch bei „Let’s Dance“ zu?

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Ja, wir haben uns sogar einmal in der Zeit gesehen, als er sich auf „Let’s Dance“ vorbereitet hat. Ich war wegen meines Buches zu Gast beim „Kölner Treff“ und bin direkt in Köln geblieben. Bei der Gelegenheit habe ich Jan Hofer getroffen. Er hat die ganze Zeit von „Let’s Dance“ erzählt. Ich konnte von mir natürlich nichts erzählen. Im Grunde war ich nur ein Studio weiter als er, bei einer anderen Produktion (lacht). Das war schon lustig.

Welcher Maske drücken Sie jetzt die Daumen?

Oh, das ist ganz schwer, weil wir uns hinter den Kulissen nicht sehen dürfen und wir untereinander nicht wissen, wer hinter der Maske steckt. Wir haben uns dennoch angefreundet und haben irgendwann angefangen, uns kleine Geschenke vor die Tür zu stellen und Briefe zu schreiben, wenn jemand gewackelt hat. Als ich zum ersten Mal Wackelkandidatin war, habe ich einen ganz lieben Brief vom Leoparden bekommen. Das ist eine Frau mit einer wahnsinnig guten Stimme und ich piepse da rum (lacht). Sie hat mir geschrieben, dass sie im Team Küken ist und mir die Daumen hält. Vom Flamingo habe ich einen pinken Glücksbringer bekommen. Das Highlight kam aber vom Stier: Von ihm habe ich einen 25 Kilo schweren Sack Kükenfutter in die Garderobe geliefert bekommen. Ich habe mich schlappgelacht. Das ganze Team, auch wenn man sich nicht kennt, ist eine eingeschworene Gemeinschaft. Vom Kameramann bis hin zur Security – alle arbeiten mit vollem Eifer an dieser Show. Das ist total crazy, aber dadurch auch einzigartig.

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