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Journalistengewerkschaft kritisiert Polizeigewalt gegen Medienleute bei Demo

  • Bei einer Demonstration in Düsseldorf gegen ein neues Versammlungsgesetz in NRW kommt es zu Ausschreitungen.
  • Ein Fotograf der dpa gerät dabei zwischen die Fronten und wird von einem Polizisten attackiert.
  • Die Journalistengewerkschaft dju übt scharfe Kritik.
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Düsseldorf. Die Journalistengewerkschaft dju hat „die offenbare Gewalteinsetzung von Polizisten gegen Journalisten“ bei einer Demonstration am Samstag in Düsseldorf kritisiert. Dieser „mögliche Angriff auf die freie Berichterstattung“ müsse lückenlos aufgeklärt werden, erklärte der nordrhein-westfälische Landesverband der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di am Sonntag in Düsseldorf.

Gewalt gegen Reporter und Fotografen durch die Polizei sei ein massiver Angriff auf das Grundrecht der Presse- und Meinungsfreiheit. „Kolleginnen und Kollegen, die zum Zwecke der Berichterstattung an Demonstrationen teilnehmen, müssen von der Polizei geschützt und nicht angegriffen werden“, erklärte der Sprecher des dju-Landesvorstands, Udo Milbret.

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Bei der Demonstration von mehreren tausend Menschen gegen das geplante Versammlungsgesetz wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa einer ihrer Fotografen von einem Beamten mit einem Schlagstock geschlagen. Mindestens ein weiterer Kollege sei nach seinen Angaben ebenfalls angegriffen worden.

Die Polizei erklärte, der Fotograf sei „zwischen die Einsatzkräfte und eine aggressive Störergruppe“ geraten. Es gebe ein Video zu dem Vorfall, das noch ausgewertet werden müsse. Die Polizei habe eine „Strafanzeige zur Aufklärung des Sachverhalts“ gefertigt. Ein Vorgehen gegen weitere Journalisten wurde weder von der Polizei noch vom Landesinnenministerium bestätigt.

RND/epd

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