Ex von Joe Exotic rechnet mit “Tiger King” ab

  • John Finlay ist als Ex von Joe Exotic Protagonist in der Netflix-Doku “Tiger King”.
  • Dort fühlt er sich allerdings falsch dargestellt.
  • “Sie haben mich als zugedröhnten Hinterwäldler gezeigt”, sagt er nun.
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John Finlay hat kein T-Shirt an und kaum mehr Zähne im Mund, Drogen ist er nicht abgeneigt. Das ist das Bild, das der Netflix-Hit “Tiger King” von dem 36-Jährigen zeichnet. Dem “Spiegel” erzählt er nun in einem Interview, dass er sich falsch dargestellt fühlt: “Die haben mich als zugedröhnten Hinterwäldler dargestellt”, sagt der Mann, der sich erst kürzlich die Zähne neu hat machen lassen.

Ihm sei beim Filmen nicht bewusst gewesen, dass die Sendung für Netflix geplant sei. “Als ich mich vor die Kamera gesetzt habe, war das für mich eine Art Therapiesitzung, um mich von meiner aufgestauten Wut zu befreien”, sagt er. In einer Sonderfolge habe er nur mitgemacht, weil er seine Seite der Geschichte darlegen wollte – das sei aber nicht passiert.

Hochzeit mit Joe Exotic war nur ein PR-Stunt

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Finlay gibt an, weder mit Joe Exotic verheiratet gewesen zu sein noch ihn betrogen zu haben – beides macht in der Sendung den Anschein. Das Verhältnis mit einer Kollegin aus dem Zoo habe erst begonnen, als die Beziehung zu Joe Exotic vorbei gewesen sei, sagt er nun. Außerdem sei die gezeigte Trauzeremonie ein PR-Stunt gewesen, das gezeigte Dokument sei kein offizielles, “Joe hat es einfach ausgedruckt.”

Mit Raubkatzen arbeite er inzwischen nicht mehr – über seine Zeit in dem Zoo will er auch nicht mehr weiter nachdenken. “Ich lege meinen Fokus auf die guten Dinge, an die negativen Aspekte verschwende ich keinen Gedanken.”

Kritik von Carole Baskin: “obszön und reißerisch”

John Finlay ist nicht der erste Akteur aus der Serie, der sich über seine Darstellung beschwert. Die Tierrechtsaktivistin und Gegenspielerin zu Joe Exotic, Carole Baskin, hatte bereits in einem Statement auf ihrer Webseite kritisiert, dass es in der Serie um den Privatkrieg der beiden gehe – nicht um das Wohl der Tiere. Die Serie sei “obszön und reißerisch”, und die Macher hätten sich absichtlich auf Lügen und Andeutungen fokussiert.

Als man damals auf sie zugekommen sei, habe man gesagt, eine Art “Blackfish über Großkatzen” machen zu wollen. “Blackfish” ist ein hoch gelobter Dokumentarfilm von Gabriela Cowperthwaite über den gefangenen Schwertwal Tilikum, der in seiner Zeit bei “Seaworld” in den Tod von drei Menschen verwickelt ist.

RND/msk

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