„Jauch gegen 2022″

„Herr Jauch schwächelt heute“: Acht Promis bringen den RTL-Quizmaster ins Schwitzen

Moderator Oliver Pocher (l.) mit Günther Jauch im RTL-Jahresquiz „Jauch gegen 2022″.

Moderator Oliver Pocher (l.) mit Günther Jauch im RTL-Jahresquiz „Jauch gegen 2022″.

Christian Ehrlich, einer von acht Prominenten, die Günther Jauch bei „Jauch gegen 2022″ (RTL) an die Quizwäsche wollten, setzte früh einen Nadelstich: „Ich habe das Gefühl, der Herr Jauch schwächelt heute“, triezte er bereits nach einer halben Stunde. Aber der als „Alleswisser“ gerühmte Master of Quiz-Ceremony aus Potsdam blieb ruhig. „Der Jauch kann nix!“, höhnte Pocher, als Jauch eine Antwort in den Sand setzte, aber der Verspottete verzog keine Miene, denn: Was stört es die deutsche Eiche, wenn sich das Borstenvieh an ihr schabt?

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Aber als es in der Finalrunde ums Zocken ging, wie viele richtige Antworten man sich bei sieben Fragen zutraue, und Jauch grübelte, ob er auf sechs erhöhen sollte, ertönte aus dem Block mit „seiner“ Hälfte des Publikums ein deutliches „Lass es sein.“ Da war der Quizzampano dann doch gekränkt. Wenn ihm schon seine Fans nichts mehr zutrauen.

Die acht Promis sind heiß auf Jauch

„Das Jahr war für die Tonne“, meinte Jauch angesichts von Krieg, Krisen und Klimaproblematik. Er könnte – bezogen auf seine Leistung in diesem Quiz – durchaus als Hellseher Karriere machen. Dass es 2022 aber auch etwas zu lachen gab, bewiesen er und Pocher, vor allem aber die prominenten Gäste bei einer Rateshow durchs ausklingende Jahr, die man – so viel Kritik darf in der Vorweihnachtszeit durchaus sein – etwas weniger zäh hätte gestalten können. Und vielleicht ein bisschen klarer, was die Regeln betrifft. Irgendwie ging es um 35.000 Euro, die es fürs Publikum zu gewinnen gab. Deshalb wurde das ja auch in zwei Fan-Lager zwangsgeteilt. Die einen (rot) jubelten bei jedem Punkt für die Promis, die anderen (blau) freuten sich mit Günther Jauch.

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Oder eben auch nicht. Denn die Ehrlich Brothers Chris und Andreas, Hit-Produzent Matthias „Ikke Hüftgold“ Distel, Reality-Ikone Evelyn Burdecki, die Moderatorinnen Frauke Ludowig und Nina Moghaddam sowie Nachrichtensprecherin Susanne Daubner und Influencer Tim „Twenty4Tim“ Kampmann waren nicht gekommen, um Geschenke an Jauch zu verteilen, ganz im Gegenteil.

„Versaute Kunst“ und Hundehinterlassenschaften: Jauch räumt tierisch ab

„Ich bin bereit“, sprach sich Jauch Mut zu – und wurde von den Gebrüdern Ehrlich gleich mal abgefieselt. Gegen Distel und Burdecki glich er aus, weil er sich mit Bibel-Übersetzungs-Jubiläum (500 Jahre) und Scholz‘schem Doppelwumms auskannte. Ludowig und Moghaddam musste sich Jauch wiederum beugen, aber Daubner und Kampmann ließ er keine Chance. Beide Seiten erspielten sich somit zwei Joker und starteten nach gut einer Dreiviertelstunde Vorgeplänkel am Buzzer in die eigentliche Fragerunde.

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Dort war Jauch immer gut, wenn er dort logisch und cool kombinierte, wo er bekennend keine Ahnung hatte. Bei Mode zum Beispiel. Irgendwie erschloss er sich, dass eine Balaclava eine von der Sturmhaube inspirierte Kopfbedeckung sein könnte. Und ist! Punkt für Jauch.

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Er scorte ebenso mit „tierischem Raten“. Erst landete er einen Glückstreffer, weil er riet, dass es ein Schwein namens „Pigcasso“ 2022 sogar zu einer Ausstellung der eigenen gemalten Kunstwerke brachte. Dann tippte er richtig, dass Hundeurin die Ursache ist, warum in Viersen 166 Straßenlaternen erneuert werden müssen. „Das schreit nach Hundepipi“, ging Jauch aufs Ganze und erhöhte gleich noch den Einsatz.

Eine Ohrfeige bringt Jauch zurück ins Spiel

Es war eine knappe Kiste – 4:4. Dann wusste Jauch erst nicht, dass in Lima drei Polizisten in Superhelden-Verkleidung eine erfolgreiche Drogenrazzia durchgeführt hatten und musste sich von Distel per „Besserwisserbuzzer“ die Punkte klauen lassen. Dann wurde er beim Musik-Memory vernichtend geschlagen – und lag plötzlich 4:10 zurück. Zwar konnte Jauch, ebenfalls per Besserwisserbuzzer-Punkteklau, Boden gut machen und dank des Hundepipis sogar nochmals ausgleichen. Letztlich aber ging er mit 13:16-Rückstand in die Finalrunde, in der das Gezocke um die eigene Wissensfähigkeit begann.

„Der Jauch kneift“, lästerte Pocher, weil Jauch gleich beim ersten von potenziell vier Duellen um je eine Themenkategorie seinem Kontrahenten Distel das Spiel überließ. Fünf von sieben Fragen zum Thema Sport musste Distel beantworten – und er schaffte es, obwohl er die beiden ersten gleich in den Sand setzte. Hoffnung für Jauch gab es im zweiten Duell (Skandale des Jahres). Auch hier traute er sich selbst nicht sechs Antworten zu, sondern ließ Kampmann spielen. Der Influencer verwechselte allerdings, wer wem bei der Oscarverleihung eine Backpfeife gegeben hatte und scheiterte. Punkte für Jauch, der auf 12:19 verkürzte.

Modhaddam im finalen Showdown gegen Jauch

Nina Moghaddam war schon vor ihrem Showdown mit Jauch um „Ranglisten“ nervös. Als sich der „Wer wird Millionär?“-Moderator abermals defensiv mit der Rolle des Zuschauers begnügte und Moghaddam fünf richtige Antworten abliefern musste, wurde sie fast hysterisch: „Lieber noch ein Kind gebären als das hier.“ Aber sie hielt dem Druck stand. Mit wunderbar weiblicher Logik („Jeff Bezos hat eine Scheidung hinter sich, der kann nicht der reichste Mann der Welt sein“) kombinierte sie sich zur (nicht mehr ganz) richtigen Antwort (Elon Musk) und damit nicht nur zum Sieg in ihrer Runde, sondern dem Gesamterfolg, denn Jauch lag aussichtslos zurück.

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Frauke Ludowig musste zur Kategorie „Stars & Sternchen“ nicht mehr antreten: Die Promis gewannen 21:9.

RND/Teleschau

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