Hobbykoch schmeißt sein „Perfektes Dinner“-Menü um: „Ich hab‘s verpeilt“

  • Die Vox-Reihe „Das perfekte Dinner“ gastierte in Ingolstadt.
  • Dort improvisierte Gastgeber Nenad, dass sich in seiner Dachgeschosswohnung die Holzbalken bogen.
  • „Bin ich ein Fuchs!“, berauschte sich der Hobbykoch an sich selbst – seine Gäste urteilten zurückhaltender.
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Eine gewisse Flexibilität und Improvisationsbereitschaft am Herd: Welcher Hobbykoch, dem zwischen Pfanne und Ofen schon mal was schiefgegangen ist, würde abstreiten, dass diese Tugenden von Nutzen sind?

Was aber Marketingleiter Nenad zum Abschluss der „Das perfekte Dinner“-Woche in Ingolstadt an kulinarischem Freigeist an den Tag legte, dürfte zumindest im Rahmen der Vox-Reihe (läuft seit 2006) seinesgleichen suchen. „Ich bin ein kreativer Koch“, begeisterte sich der aus Kroatien stammende Oberbayer selbst am meisten an seinen Volten am Herd. Im Laufe der Woche hatte Nenad seinen Menüplan schon einmal umgeschmissen, verriet Vortagsgastgeber Arnold der Kamera. Es sollte nicht das letzte Mal bleiben.

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„Im tiefsten meines Inneren bin ich Chili-Vanilli“, versicherte Nenad dem Kamerateam, das ihm in Hepberg, Kreis Eichstätt bei Ingolstadt, über die Schulter schaute. Da nahm das Nachspeisendrama bereits seinen Lauf. Nenad weichte die für die Quarknockerl benötigte Gelatine zu lange im Wasser auf, wie der Sprecher zuneh­mend ohnmächtig kommentierte. So konnte es nichts werden.

„Irgendwie hab ich da was nicht verstanden“

„Irgendwie hab ich da was nicht verstanden mit der Gelatine, deswegen muss ich improvisieren“, gestand der allein lebende Rock-‘n‘-Roll-Tanzlehrer und passionierte Donald-Duck-Imitator, an der Packungsanweisung gescheitert zu sein. Sich besser auf die Nachspeise vorzubereiten, habe er „verpeilt“ – war einfach zu viel zu tun die letzten Tage.

Jetzt musste ein Dessert her nach der Zutatendevise „Alles was rumliegt und fort muss“. Kein Problem für den „kreativ-chaotischen positiv-bekloppten Nenad“ (Eigenwerbung). „Bin ich ein Fuchs“, klopfte er sich nach einem Probierlöffel selbst auf die Schulter. „Verkaufe ich als Orangencreme.“

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Improvisiert wurde dann auch bei der Rotweinsoße, die er zuvor noch nie so gekocht habe, und auch bei den Kartoffeln – verrückt! „Ehrgeizig bin ich schon, aber mit Hängen und Würgen muss ich nicht gewinnen“, umriss Nenad seine Erwartungshaltung. Die seiner Gäste hatte er zumindest in Teilen regelrecht gesprengt.

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Modedesignerin Sandra gewinnt die Dinnerwoche in Ingolstadt

„Hätte ich nie gedacht! Ich dachte, bei ihm ist alles ausgetüftelt bis ins letzte Detail“, staunte Montags­gastgeberin Simone nicht schlecht, als sie bemerkte, nach welcher Devise der Hobbykoch zu Werke ging. Doch das musste ja nicht bedeuten, dass die Speisen nicht munden würden.

Die Vorspeise Lachstatar kam bei den Gästen gemischt an. Beim Hauptgang – Filet vom bayerischen Bio-Hochlandrind – war dann der Garpunkt Knackpunkt. Simone monierte die Sünde im Nebenzimmer: „Der Nenad hat die Garpunkte abgefragt, und wenn man das macht, muss man sie auch einhalten, das war halt nicht der Fall.“

Da wunderte es nicht, dass Simone mit sechs Punkten die mit Abstand schlechteste Wertung am Finalabend zückte. Die Führende konnte der „tolle Gastgeber“, so die einhellige Meinung, damit nicht vom Sockel stoßen. Die „Das perfekte Dinner“-Woche in Ingolstadt gewann Modedesignerin Sandra mit 35 Punkten vor Simone und Arnold (beide 33), Nenad (31) sowie Julez (30).

RND/Teleschau

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