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Impfgegner gefährden Herdenimmunität in den USA – immer mehr Impfstoff verfällt

  • Die USA galten viele Monate lang als Vorreiter in Sachen Impfung.
  • Wie eine Reportage des ARD-Magazins „Weltspiegel“ zeigt, gefährden nun aber Impfgegner die ersehnte Herdenimmunität.
  • Immer mehr kostbarer Impfstoff muss vernichtet werden.
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In Deutschland möchten sich fast drei Viertel der Bevölkerung gegen Covid-19 impfen lassen. Das geht aus einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. Ausgerechnet in den USA, die in den vergangenen Monaten häufig als Vorbild in Sachen Impffortschritt galten, stagniert nun hingegen die Zahl der verabreichten Dosen. Laut einem Bericht des ARD-Magazins „Weltspiegel“ befürchten Experten sogar, die Herdenimmunität sei in Gefahr. Der Grund: Impfgegner.

Vom „Biden-Shot“ ist da beispielsweise in einer Bar im Bundesstaat West Virginia die Rede. Sie vertraue ihrer Regierung nicht, erklärt im ARD-Beitrag Mary Fels. „Wieso sollte ich etwas nehmen, das sie so stark pushen? Mehr noch als beim Grippe-Impfstoff“, sagt die US-Amerikanerin im Gespräch mit der Washington-Korrespondentin Kerstin Klein. Wie viele ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger steht Fels nicht nur Joe Biden, sondern auch der Impfung an sich kritisch gegenüber.

Apothekerin: „Es ist verdammt schwer, nichts zu verschwenden“

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Die Skepsis ist vor allem in ländlichen Regionen weit verbreitet. Oft sind es Trump-Anhänger, die die Impfung verweigern. In konservativen Regionen wie West Virginia stapeln sich deshalb die Impfstoffe. Während in weiten Teilen des Erdballs Covid-19-Vakzine noch nicht oder kaum verfügbar sind, bleiben in den Vereinigten Staaten zahlreiche Dosen liegen - und müssen aufgrund abgelaufener Haltbarkeitsdaten letztendlich vernichtet werden.

Die Apothekerin Heidi Griffith Romero versucht deshalb verzweifelt, Abnehmer zu finden. „Es ist verdammt schwer, nichts zu verschwenden. Ich bin im Ort herumgefahren, um Leute zu finden, habe örtliche Betriebe angerufen, wann ich immer ich etwas übrig hatte. Es wird immer schwerer“, erklärt sie und hält beispielhaft Glasfläschchen vor die Kamera: „Hier habe ich drei Dosen Johnson & Johnson, die abgelaufen sind.“

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Impfzentren locken mit Freigetränken und Lottoscheinen

Terminvereinbarungen seien in Romeros Apotheke längst nicht mehr notwendig. Wer einen „Shot“ wolle, bekomme ihn auch sofort. Um wieder mehr Menschen zur Impfung zu bewegen, lassen sich viele Geschäfte und Impfzentren deshalb Anreize einfallen. Freigetränke, Sparbriefe und Lotterie sollen Zweifler locken.

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Doch viele der Impfgegner lassen sich auch davon nicht überzeugen. Ganz im Gegenteil: Skeptiker wie Bob Glendenning und seine Frau Jenni sehen die Angebote als Bestechung. Ihre größte Sorge sei, keine Wahl mehr zu haben, wie Bob klarstellt: „Ich bin ein freier Mensch. Ich liebe meine Freiheit. Also versucht nicht, mir die zu nehmen!“

RND/Teleschau

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