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„Ich brauche mal CBD“: Cannabis-Kontroverse bei „Wer wird Millionär?“

Moderator Günther Jauch mit Kandidatin Nora Eckartsberg aus Vögelsen.

Moderator Günther Jauch mit Kandidatin Nora Eckartsberg aus Vögelsen.

„Ich muss bisschen die Tränen unterdrücken“, erklärte Nora Eckartsberg aus Vögelsen bei Lüneburg den Seufzer, der Günther Jauch aufgefallen war, als die Kandidatin die Auswahlrunde gewann. Der Grund sei ihr mitgereister Opa: „Wir konnten uns wegen Corona so lang nicht sehen und reisen, das ist jetzt das erste Mal nach anderthalb Jahren.“ Jauch meinte, der über 90-Jährige könne „der älteste Begleiter sein, der je mit dabei war“.

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Kandidatin Nora Eckartsberg aus Vögelsen.

Kandidatin Nora Eckartsberg aus Vögelsen.

Ob der ungewöhnliche Beruf seiner Enkelin ihn irritiere, wurde der Opa nicht gefragt. Die junge Dame ist nämlich Marketingleiterin für eine Firma, die Cannabis-Produkte herstellt. Etwas überraschend kam ihr spontaner Ausspruch: „Ich brauch mal CBD!“ Anlass war ihre Nervosität angesichts der 200-Euro-Frage. Ein Raunen ging durchs Publikum. Zu Unrecht: CBD steht zwar für Cannabidiol aus der Cannabis-Pflanze Hanf, doch stammt die junge Dame ganz offensichtlich nicht aus dem Kiffer-Milieu. Die Mittel aus ihrem Unternehmen sollen bei Schlafstörungen, Menstruationskrämpfen, Migräne und anderen Beschwerden helfen. Gänzlich unumstritten sind sie allerdings nicht.

Günther Jauch: „Kenne nicht wenige, die sich um den Verstand gekifft haben“

Nachdem ihr Beruf oft lange Erklärungen erforderlich mache, erklärt sie Fragenden mittlerweile bisweilen nur, dass sie in der Pharmabranche tätig sei, so Nora Eckartsberg. Günther Jauch wollte dennoch auf Nummer sicher gehen und mahnte: „All diejenigen, die sagen, man solle Cannabis einfach legalisieren: Ich kenne nicht wenige, die sich um den Verstand gekifft haben.“ Die Kandidatin erwiderte nur: „Jedem das seine.“

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Auch die 500-Euro-Frage machte sie nervös: „'Der‘ ist der ...?“ Dativ von Dativ, Plural von Plural, Artikel von Artikel oder Relativsatz von Relativsatz? Ihre Verunsicherung genoss der Moderator in vollen Zügen: „Das ist so die klassische Phase: Man guckt immer weiter drauf, es wird immer schlimmer, Panik steigt in einem hoch, man hat noch nicht mal 500 Euro, dann droht der schöne Auftritt ...“ Nora Eckartsberg fiel ihm mit Selbstironie ins Wort: „Das rote Ohr, ich merke schon ... Passend zum Blau.“

Günther Jauch: „Einfacher geht es fast nicht“

Normalerweise sei sie nie aufgeregt, versicherte die Kandidatin. Jauch ermunterte sie, die Antwortmöglichkeiten erneut laut zu lesen. Ein Life-Hack, der in der Geschichte von „Wer wird Millionär?“ schon des Öfteren half. So auch diesmal: Sie entschied sich richtig für „Artikel von Artikel“. Während Nora Eckartsberg diese Entscheidung feierte, reagierte Günther Jauch kühl: „Einfacher geht es fast nicht.“

8.000 Euro wert war die Antwort auf: „Als was verdient hierzulande so mancher sein Geld?“ Industriekletterer, Kulturschwimmer, Agrarwanderer und Wirtschaftsradler standen zur Wahl. Ein Joker war vonnöten. 93 Prozent der Schwarmintelligenz im Saal, die sich aus ehemaligen Kandidaten zusammensetzte, war für Antwort A. Zu Recht. Jauch plauderte so lange mit der Kandidatin, bis er ihre Chance auf die 16.000-Euro-Frage per Smalltalk zerredete. Natürlich nur für diesen Abend, denn in der nächsten Folge darf die Kandidatin weiter spielen. Vorher plauderte sie mit Jauch über ihren Traum, den sie mit dem Geld verwirklichen will: Esel retten.

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Tierische Visionen hatte auch Martina Albers aus Köln. Ihr Traum: eine eigene Pudelzucht. Den hatte sie bereits in der letzten Folge erzählt, denn die Kölnerin trat als Überhangkandidatin an. Ein kurzer Auftritt, denn es blieb bei der Summe vom letzten Montag: Sie wagte sich nicht an die 125.000-Euro-Frage und ging mit 64.000 Euro. Lars Grabowski aus Bochum musste sich die Frage des Moderators gefallen lassen, ob er absichtlich wie Harry Potter aussähe. Der Kommunikationscoach bei einer Bank nahm es mit Humor - und 64.000 Euro Endstand.

Kandidat Lars Grabowski aus Bochum.

Kandidat Lars Grabowski aus Bochum.

Robert Burkhardt aus Dinslaken in Nordrhein-Westfalen durfte von seinem gemeinsamen Stadion-Aufenthalt beim Champions-League-Finale 2013 in London mit der Zufallsbekanntschaft Johannes B. Kerner berichten. Sein Traum von der Millon endete bei 16.000 Euro.

RND/Teleschau

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