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„How Fake Is Your Love?“ auf Pro Sieben: Das „normalste“ Paar kam allen suspekt vor

Aus der Traum – aber nur in der Show: Denise und André sind raus, aber ganz und gar nicht „fake“.

Dass in mit Kameras gespickten Villen in südlichen Gefilden zarte Gefühlspflänzchen gepflegt werden, wird keiner annehmen, der mehr als eine Datingshow kennt. Da ist es ratsam, als erprobtes Paar in die Realityschlacht zu ziehen, ausgestattet mit einer gut abgehangenen Romanze und viel Menschenkenntnis, diese auch bei anderen erkennen zu können.

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Denn genau darum geht es in dem neuen Couple-Format „How Fake Is Your Love?“, das am Dienstagabend bei Pro Sieben startete. Es gilt für die Teilnehmenden, echtes von lediglich überzeugend gespieltem Paarverhalten zu unterscheiden, und das alles auf engstem, aber stylishem Raum auf einer mallorquinischen Finca.

Doch woran genau lässt sich erkennen, dass zwei Menschen fast alles füreinander sind? An verliebten Blicken, übereinstimmender Körpersprache, sich angleichender Optik, gemeinsam überstandenen Dramen oder gar ähnlichen Tattoos? All das bietet das Format und noch viel mehr: „Divers, bunt und schön“ (Pro Sieben) seien die präsentierten Liebesentwürfe, egal ob „fake“ oder „real“.

Vereint in „Liebe zu Luxus und Botox“

Da sind die homosexuellen (Vielleicht-)Paare Shawn und Leroy („Wir wollen auf jeden Fall Kinder“), Waldemar und Robin („Ich habe den schönsten Mann der Welt geheiratet“), Caro und Kim („Unser erstes Mal dauerte vier Stunden“), Maria und Fiona („Mein Schatzi hat mehr Tattoos als ich“). Denise und André („Manche halten uns für Bruder und Schwester“) sowie Fedora und Radwan („Manchmal ziehen wir zu zweit los und kommen zu dritt zurück“) sind offenen Beziehungen gegenüber nicht abgeneigt, und Lisa und Daniel („Wir sind Yin und Yang“) trennen 20 Jahre Altersunterschied.

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Ist also Mut zur unkonventionellen Beziehung schon ein Merkmal für echte Verbindung? Oder ist es das Showelement, das sie erst nach außen sichtbar macht? In diesem Definitionsdschungel müssen sich Paare und Publikum erst mal zurechtfinden. Davor stehen Liebesgeschichten wie die zufällige Facebook-Kontaktanfrage, die erste lesbische Beziehung, das Begleiten durch eine Krise (Shawn: „Nach dem Tod von Leroys Großvater wurde unsere Bettgeschichte zur Romanze“) und die „Liebe zu Luxus und Botox“ wie bei Robin und Waldemar.

Bodyshamingalarm am Frühstücksbuffet

Dass bei so vielen Lebens- und Liebesentwürfen Konflikte vorprogrammiert sind, ist klar. Gerade haben sich alle cool gefunden, fast schon angefreundet und sich Details ihrer „ersten Male“ erzählt, da fallen schon die ersten Witze über Körperliches: „Iss mir ruhig die ganze Schokocreme weg, dann wirst auch nur du fett“, sagt Leroy aus Berlin beim Frühstück zu Partner Shawn – ein Kommentar, den seine nur oberflächlich lässige Tischnachbarin Fedora auf sich bezieht und der sie völlig aus der Fassung bringt. Obwohl sie sich auch als „Fette“ wohl ühle, habe sie viel Erfahrung mit Bodyshaming – also bitte keine Witze über füllige Körper! Leroy hingegen fühlt sich sofort in eine „Schublade“ gesteckt und kippt, so Tattookünstlerin Maria, „die Situation sofort ins Drama“.

So eskaliert die Stimmung fernab vom Pärchenraten auch bei „How Fake is Your Love?“ sogleich in bester Realitymanier: Da freut man sich doch auch auf den ersten Zoff zwischen den echten und vermeintlichen Gespannen.

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Klar wird gleich zu Beginn, dass das Bunte ernster genommen wird als das allzu Normale: Die „Harmlosesten“ der Duos, André und Denise, die seinerzeit als Schwimmbadazubis für immer aufeinander zugekrault kamen und sich am Ballermann-Strand verlobten, werden vom Rest der Teams als „fake“ erachtet und aus der Show gewählt.

„Fake“ ist in dem Fall falsch: „Wir sind wirklich zwei Idioten, die füreinander geschaffen sind“, beteuert André. Wenn er da nicht die ultimative Glücksformel ausgerufen hat – fürs ganze Leben oder auch nur eine Show.

RND/Teleschau

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