„Höhle der Löwen“: Erfinder angelt mit einem Köder gleich drei Löwen

  • In der dritten Folge von „Die Höhle der Löwen” buhlen drei Löwen um duftende Angelköder.
  • Zudem schwelgt Carsten Maschmeyer (60) in Kindheitserinnerungen.
  • Und Judith Williams (47) hat zum Schluss noch eine Bitte.
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In der neuen Folge der sechsten Staffel von „Die Höhle der Löwen“ ist es mehr als einmal zum Wettbieten unter dem Rudel gekommen. Gleich drei Löwen streiten um einen Köder. Zudem schwelgt Carsten Maschmeyer (60) in Kindheitserinnerungen und Judith Williams (47) hat zum Schluss eine Bitte.

„Wir sind die Stars“ sind die ersten, die auf die Löwen treffen. Bei den Gründern Mirko Lauterbach, Michael Janek und Fabi Bönsch aus Berlin dreht sich alles um Sticker: sammeln, tauschen und einkleben. „Mit ‚Stickerstars' lassen wir Kindheitsträume in Erfüllung gehen – für die kleinen und die großen Kinder“, kündigt Michael an. „Bei uns wird jeder zum Star.“ 800.000 Euro wollen die Gründer für 10 Prozent Firmenanteile.

Maschmeyer freut sich über Stickeridee

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Die Geschäftsidee: In Deutschland gibt es rund 90.000 Sportvereine, die kostenlos teilnehmen können, im lokalen Supermarkt kann man die Klebebildchen mit den Konterfeis der Vereinsmitglieder kaufen. Als Beispiel präsentieren die Gründer das „Höhle der Löwen“-Sammelalbum mit Stickerpacks für alle.

„Das erinnert mich an mein ‚Flipper'-Bilderalbum, dann kam ‚Bonanza' und dann ging Fußball los“, freut sich Carsten Maschmeyer. Toll finden die Idee alle, tauschen und kleben macht den Löwen auch Freude, doch zuschnappen möchte am Ende keiner. „Mit 800.000 seid ihr schon an der oberen Kante für unsere Gründerstandards“, findet Georg Kofler (62).

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„Ihr gehört zu den Top-Top-Top-Gründern, die hier aufgetreten sind. Ich könnte helfen, aber das Verhältnis stimmt nicht. Es ist ein super Thema, aber wegen der Firmenbewertung bin ich raus“, fasst Ralf Dümmel (52) zusammen. Auch die anderen Löwen sind wegen der hohen Bewertung raus. Kein Deal für die Stickerstars.

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Frisch gezapftes Bier für zu Hause

Jana und Jürgen Schade aus Beverungen sowie Thorsten Schäfer genießen gern frisch gezapftes Bier. Um auch zu Hause nicht auf diesen Genuss verzichten zu müssen, haben sie „Taste Hero“ entwickelt, einen Flaschenaufsatz, der sich auf jede handelsübliche Flasche aufstecken lässt. Durch Zacken wird das Bier aufgewirbelt und mit Sauerstoff angereichert – und wie von Zauberhand schmeckt ein Flaschenbier wie frisch vom Fass gezapft. Noch ist „Taste Hero“ ein Prototyp, doch das soll sich mit 50.000 Euro ändern. Dafür bieten sie 20 Prozent der Firmenanteile.

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Nils Glagau (43) wagt sich an eine Blindverkostung und ist vom Geschmack überzeugt: „Es ist ganz am Anfang, ich bin hin und hergerissen, finde euch und eure Idee toll.“ Er gibt ein Angebot ab. Ralf Dümmel findet „Taste Hero“ ein „geiles Produkt“, bietet ein Rundumsorglospaket, will aber 25 Prozent der Firmenanteile. Die Gründer entscheiden sich für Dümmel.

Idee für Stromquelle, die weltweit Stromprobleme lösen soll

Lisa Wendzich und Bryce Felmingham aus Berlin, die nächsten Gründer, lernten sich in Australien kennen und haben mit „Suncrafter“ eine mobile Stromquelle entwickelt, die Tag und Nacht funktioniert und weltweit Stromprobleme lösen soll. Auch auf Festivals können sie Strom liefern. Die Miete kostet für die Solaranlage 1.500 Euro pro Tag. 200.000 Euro wollen sie für 10 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.

Überzeugen können sie mit ihrer Idee die Löwen aber nicht. „Was ist in der Kiste für Wunderbares an Inhalten drin, dass das so viel teurer ist?“, will Carsten Maschmeyer wissen. Er bewundert am Ende den Mut der Gründer, alles andere sei zu komplex. Georg Kofler ebenso: „Ich sehe den Investment Case nicht, ich bin raus.“ Dagmar Wöhrl (65) findet den Markt sehr schwierig und ist ebenfalls raus. Einen Deal gibt es für die Gründer nicht, aber alle drücken die Daumen.

Drei Löwen, ein Köder

Wer beißt beim nächsten Pitch an? Es geht ums Angeln. Apotheker Dr. Christopher Rupp aus Gehrden hat iCapio entwickelt, innovative duftende Angelköder. „Fische können 100-mal besser riechen als Hunde“, erklärt der Gründer. Er will mit kleinen Behältern, gefüllt mit getrockneten Raubfischen, die Fische anlocken. 95.000 Euro will er für 20 Prozent. Der Gründer hat mit seiner Erfindung nicht nur den deutschen, sondern vor allem den amerikanischen Markt im Blick. 60 Millionen Angler gebe es dort, erklärt er.

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Ein Argument, das Carsten Maschmeyer durchaus überzeugt. „Ich finde Sie toll, Sie können das Geld haben.“ Auch Georg Kofler und Ralf Dümmel beißen an. Dümmel bietet Handel, Teleshopping und Expertise: „Ich habe schon mal Angelkoffer verkauft.“

Drei Angebote, der Gründer muss sich erst einmal mit seiner Ehefrau beraten, und Carsten Maschmeyer fasst zusammen: „Habt ihr euch das vorstellen können, dass wir drei uns mal um Köder streiten?“ Er bekommt am Ende den Zuschlag.

Ein Jerky-Snack aus Skandinavien

Der nächste Pitch ist gut gegen Löwenhunger. Alexander Kirchmaier, Anton Vänska und Tim Schulz stellen „Renjer“ vor, den Jerky-Snack aus Skandinavien, hergestellt aus Wildfleisch vom Rentier, Elch und Hirsch. „Besser fürs Klima als Gemüsesorten, die um die halbe Welt geschickt werden.“ 130.000 Euro benötigen sie, 10 Prozent bieten sie.

Ran ans Fleisch. Die Löwen probieren, nur Vegetarierin Judith Williams (47) begnügt sich mit dem Zuschauen. Carsten Maschmeyer ist nicht zu begeistern: „Meine Familienmitglieder sind vegan, aus persönlichen Gründen bin ich raus.“ Ralf Dümmel schmeckt's. „Der Markt schreit nach etwas Neuem. Das Problem ist die Firmenbewertung.“ Er bietet 130.000 und 15 Prozent. Dagmar Wöhrl ist vom Produkt überzeugt, bietet 130.000 für 10 Prozent, auch Frank Thelen (43) will einsteigen, bietet 20 Prozent für 150.000 Euro.

Die Gründer schnappen bei Ralf Dümmel zu. Und Judith Williams hat am Ende noch eine Bitte: „Lasst noch ein paar Elche übrig.“

RND/spot

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