„Höhle der Löwen“: erhitzte Gemüter nach Koflers Sekten-Vergleich

  • In der zweiten Folge der 10. Staffel von „Die Höhle der Löwen“ auf VOX erhitzte ein heikles Thema die Gemüter.
  • Dabei ging es eigentlich nur um Papier.
  • Doch über ein Detail regte sich Investor Georg Kofler richtig auf - und bekam Gegenwind von den anderen Löwen ...
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„Papier leitet Strom.“ Mit dieser steilen These eröffneten Papieringenieur Walter Reichel und sein Kollege Peter Helfer ihren Pitch in der aktuellen Folge der VOX-Show „Die Höhle der Löwen“. Mit KOHPA haben die beiden ein nachhaltiges Papier mit recycelten Kohlenstofffasern entwickelt. Der Clou: „KOHPA Therm ist das erste Heizpapier, was es auf dem Markt gibt“, verkündete Peter Helfer. „KOHPA Protect wird elektromagnetische Strahlung abweisen“, stellte Walter Reichel das zweite Produkt vor. „Bildlich gesprochen wird das ganze Haus eingewickelt, damit Elektro-Smog wie 5G oder Funk die Menschen nicht belastet.“

„Dann könnte man die Tapete als Heizung benutzen?“ Carsten Maschmeyer fasste das warme Papier an. „Das ist ja unglaublich.“ Die „dünnste und leichteste Flächenheizung der Welt“ und ein Schutz gegen schädliche Strahlung - das haute die Löwen und Löwinnen um! Zumindest vier von ihnen.

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Einer war dagegen ganz und gar nicht beeindruckt. „Aber das ist doch selbstverständlich, dass wir überall solche Strahlungen haben. Da brauche ich doch kein Protect“, rollte Georg Kofler mit den Augen. „Das machen die Sekten, die glauben, von überall kommen irgendwelche Strahlungen.“ Maschmeyer belächelte ihn: „Vielleicht wärst du entspannter, wenn du mehr Abschirmung hättest.“ Kofler entsetzt: „Ja um Himmels willen, gegen was sollen wir uns alles noch schützen?“

Carsten Maschmeyer schwärmt vom Wünschelrutengänger

„Da bin ich aber anderer Meinung, Georg“, bekam er auch von Nico Rosberg Gegenwind. Der Ex-Formel-1-Champion und Jung-Investor: „Wir haben jetzt 5G ...“ Kofler rastete jetzt richtig aus: „Alle wollen Digitalisierung, und dann meinen sie, bei 5G kommt dann Strahlung rein! Das ist doch lächerlich!“ Die Gründer blieben entspannt: „Es ist wissenschaftlich hinterlegt, dass es wirklich so ist.“ Da packte Kofler aus, dass er vor 30 Jahren ebenfalls sensibilisiert auf das Thema war. „Dann kam da ein Wünschelrutengänger in mein Haus“, erzählte er. „Da wird so viel Hokuspokus drum gemacht. Da werden so viele Leute in die Irre geführt! Ich selbst habe auch 5000 Euro dafür bezahlt.“

Rosberg blieb bei seiner Ansicht: „Also bei mir zu Hause ist das so, dass wir einen WiFi-Schalter haben, um das auszuschalten.“ Deshalb sein Entschluss: „Ich finde das KOHPA Protect definitiv interessant.“ - „Ich auch“, war Carsten Maschmeyer ebenfalls überzeugt. „Strahlung kann sehr viele gesundheitliche Schädigungen auslösen.“ Seine Nachbarn hätten gute Erfahrungen mit einem Wünschelrutengänger gemacht. Der habe im Schlafzimmer gesagt: „Wer in diesem Bett schläft, kriegt Krebs. Die Frau war zweimal operiert am Unterleibskrebs.“ Dieser negativen Energie wollte Maschmeyer Paroli bieten.

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Also tat er sich mit Dagmar Wöhrl und Nico Rosberg zusammen und forderte 33 Prozent Firmenanteile für 200.000 Euro. Nach der Zusage der Gründer versprach Familienunternehmerin Wöhrl dem aufgebrachten Kofler, ihm KOHPA zu Weihnachten zu schenken. Maschmeyer grinste: „Du wirst geheizt und abgeschirmt.“

„Blindes Vertrauen in guten Geschmack“

Emotional - im positiven Sinne - war auch der Pitch für Frau Poppes. Inspiriert wurde Thomas Leiendecker, der seine Ausbildung bei „Jahrhundertkoch“ Eckart Witzigmann absolviert hat, von seiner Schwiegermutter Angelika Poppe. Die erblindete in jungen Jahren nach einem Unfall. Ihre Kochkünste beeinträchtigte das jedoch nicht, vor allem ihre perfekt abgeschmeckten Frikadellen überzeugten ihren Schwiegersohn.

„Blindes Vertrauen in guten Geschmack“, lautet das Motto für Frau Poppes Frikadellen-Mix. „Eine Würzbasis, mit der jeder die perfekte Frikadelle à la Angelika zubereiten kann.“ Natürlich zu 100 Prozent aus natürlichen Zutaten, ohne Konservierungsstoffe, ohne Palmöl und ohne Geschmacksverstärker.

Carsten Maschmeyer gefiel die Idee: „Das ist Kuchenmischung für Frikadellen.“ Es folgte ein Schwank aus dem Ehealltag: „Meine Frau will gerne für mich kochen und ich will, dass es schmeckt.“ Die ersten Frikadellenversuche von Veronica Ferres kamen beim Rest der Familie nicht so gut an. „Wir haben gedruckst: Wie sagen wir ihr jetzt, dass das nicht genießbar ist?“ Frau Poppes schien nun die Lösung für den Hausfrieden zu sein.

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Eine Inspiration für alle

Dagmar Wöhrl berührte vor allem die Lebensgeschichte der Gründerin: „Ich bin mir sicher, Sie sind heute Abend ein Vorbild für viele, viele Menschen, die sagen: Nicht jammern, anpacken.“ Judith Williams stimmte ihr zu: „Sie sind eine Inspiration für uns.“

Ralf Dümmel warnte: „Ich bin sehr kritisch, weil ich liebe Frikadellen.“ Klassisch, Veggie, Polpette oder Cevapcici - alle überzeugten: „Für mich wäre wirklich schwer zu sagen, wer mein Favorit ist. Schmecken alle anders, aber alle lecker.“ Er schnappte sich die 20 Prozent für 150.000 Euro.

Voll im Trend: bunte Klebebänder

Für die Tape Art Klebebänder für bunte Klebekunst konnten sich Judith Williams und Georg Kofler begeistern. „Ich spüre das ein bisschen, das kann noch ein breiter Trend werden“, ließ sich Kofler von den bunten Farben catchen. Forderung des Löwen-Paares: 150.000 Euro für 20 Prozent. Da sagte der Gründer nicht Nein: „Ich finde das ist ein korrektes Angebot.“

Keinen Deal bekamen hingegen portHy, eine Handykette mit integriertem Desinfektionsmittelspender, und MINIATOURING, ein ultraleichter Camper im Kleinformat.

RND/Teleschau

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