„Helene Fischer Show“: Kritik an Duett mit Andreas Gabalier

  • Letztes Jahr trat Helene Fischer noch mit der homosexuellen Musikerin Kerstin Ott in ihrer Show auf.
  • Dieses Jahr hatte sie unter anderen Andreas Gabalier eingeladen.
  • Das sorgt für viel Kritik – der Musiker ist bereits häufiger mit homophoben und frauenfeindlichen Sprüchen aufgefallen.
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Fast sechs Millionen Zuschauer schauten sich am ersten Weihnachtsfeiertag die „Helene Fischer Show“ an – damit gehört sie zu den beliebtesten Sendungen. Doch eine Sache hat vielen Menschen an der Show nicht gefallen: der Auftritt von Fischer mit Volksmusiker Andreas Gabalier.

Und das liegt nicht etwa an der musikalischen Performance von Gabalier, sondern daran, dass ihm immer wieder Homophobie und Frauenfeindlichkeit vorgeworfen werden. So regen sich im Netz viele darüber auf, dass Fischer, die sich für mehr Toleranz einsetzt, jemanden wie Gabalier in ihre Show einlädt.

Gabalier hatte unter anderem 2014 die österreichische Bundeshymne in der alten Variante gesungen, in der nur die „großen Söhne“, nicht aber die Töchter des Landes vorkommen. Immer wieder klagt der Musiker über „Genderverseuchung“ – so sagte er 2015 in einem Interview mit dem „Münchner Merkur“: „(…) dass man in unserer genderverseuchten Zeit bald auf Ideen kommt, wie man im Privatleben vielleicht noch rechtlich festlegen könnte, dass der Mann einmal die Woche den Geschirrspüler ausräumt und die Wäsche aufhängt, das geht irgendwann zu weit.“

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Wenig Verständnis für Gabalier-Einladung

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Bei diesem Verhalten haben die Twitter-User wenig Verständnis für einen Auftritt in der „Helene Fischer Show“. So listet eine Userin die Preise für Tickets für die Show, Anfahrt usw. auf, um mit den Worten abzuschließen: „Der Blick der Menschen neben mir in Reihe drei, wenn ich auf einmal aufstehe und den Saal verlasse, wenn Andreas Gabalier auf die Bühne kommt: unbezahlbar.“ Sie hatte offenbar während Gabaliers Auftritt aus Protest die Show verlassen.

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„Die #HeleneFischerShow auch rein deswegen schon nicht geschaut, weil Andreas Gabalier dort eingeladen wurde. Ich mag Helene Fischer, aber wie kann man bitte Pro-LGBTQ-Songs veröffentlichen und dann einen homophoben Sänger einladen lassen?“, schreibt ein anderer Nutzer.

Und auch der NRW-Grünen-Fraktionschef Arndt Klocke äußert sich kritisch: „Im letzten Jahr sang #HeleneFischer in Ihrer Show noch mit Kerstin Ott den Regenbogensong, diesmal leider im Duett mit dem homophoben und politisch rechtslastigen Herrn Gabalier...“, schreibt er.

RND/hsc

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