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„Duracell-Hase“: Journalistin erklärt bei „Hart aber fair“, wie Markus Söder tickt

  • Den Kampf um die Kanzlerkandidatur hat Markus Söder verloren, im Fokus der Öffentlichkeit wird er trotzdem bleiben.
  • Wie der bayerische Ministerpräsident als Mensch tickt, verriet „Spiegel“-Journalistin und Schriftstellerin Anna Clauß bei „Hart aber fair“ im Ersten.
  • „Markus Söder: immer im Einsatz, der Duracell-Hase auf dem Weg durch den Freistaat – bis nach Berlin“, beschreibt die „Spiegel“-Reporterin sein selbst gewähltes Image.
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Markus Söder hat das klare Vorstandsvotum der CDU für ihren Parteichef Armin Laschet als Kanzlerkandidaten der Union akzeptiert, im Fokus der Öffentlichkeit wird der CSU-Chef trotzdem bleiben. „Wer ist Markus Söder eigentlich?“, fragte dann auch Moderator Frank Plasberg am Montagabend im ARD-Polittalk „Hart aber fair“. Antworten erhoffte er sich von der München-Korrespondentin des „Spiegel“, Anna Clauß, die auch eine Biografie über Markus Söder geschrieben hat.

Es war aufgrund der Parallelität der Ereignisse eine alles andere als gewöhnliche Talk-Situation: Die Teilnehmer der Runde arbeiteten sich in aller Ausführlichkeit an den potenziellen Unions-Kandidaten ab, just während der CDU-Vorstand tagte. Besonders im Fall von Markus Söder (CSU) wurden bei „Hart aber fair“ auch charakterliche Fragen erörtert. Zuständig war dafür in erster Linie die Söder-Biografin Clauß. Ihrer Meinung nach geht es dem bayerischen Ministerpräsidenten sehr wohl um Macht: „Er will ja jetzt nicht nach Berlin wechseln, um die Hauptstadt mit FFP2-Masken im Rautendesign zu beglücken“, gab sie im durchaus unterhaltsamen Zwiegespräch mit Plasberg zu Protokoll.

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Der CSU-Politiker, erklärte sie weiter, würde gerne ein bisschen Selbstironie simulieren, und er sei wirklich gut darin, sachliche Kritik zu verarbeiten. Ob der 54-Jährige Hobbys habe, wurde Clauß gefragt. „Tennis, Cola light“, lautete die knappe Antwort der Journalistin. Außerdem lässt sich Söder offenbar für Filme begeistern: „Er hat mal gesagt, den einzigen Luxus, den er sich leiste, sei ein großer Fernseher im Wohnzimmer. Wenn er mal Zeit hat, dann schaut er Blockbuster.“ Allerdings sei dies kaum der Fall, zumindest würde Söder an der Legende stricken, nie Zeit zu haben. „Markus Söder: immer im Einsatz, der Duracell-Hase auf dem Weg durch den Freistaat – bis nach Berlin“, beschreibt die „Spiegel“-Reporterin das selbst gewählte Image des Politikers.

„Es gibt keine zweite, verborgene Seite“

Aber wie unterscheidet sich der Politiker vom Mensch Markus Söder? „Es gibt in der Tat keine zweite, verborgene Seite“, verriet Clauß über den Franken. „Das ist sein Markenzeichen: immer im Dienst und morgens ab 6 Uhr Politik machen.“ Doch was, wenn es Söder tatsächlich noch ins Kanzleramt schaffen würde? Clauß glaubt, „dass er dann so ein Bundestrainer wäre, der sich am liebsten selber einwechselt, um die Tore zu schießen“. Die Insiderin bezeichnete den CSU-Mann als begnadeten Redner in Bierzelten, „aber am Stammtisch macht er nicht Halt, er muss immer weiter“.

Im Polit-Talk schimpfte CDU-Mann Wolfgang Bosbach zuvor über die „Hängepartie“ in der Union. „Armin Laschet sollte dasselbe tun wie Robert Habeck“, meinte er. Bosbach: „Mich zerreißt das förmlich, setzt diese Hängepartie nicht noch weiter fort!“ Am Dienstagmittag wurden seine Worte schließlich erhört.

RND/Teleschau

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