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Große Erheiterung bei „Grill den Henssler“: „Calli weiß noch immer nicht, warum alle lachen“

Reiner „Calli“ Calmund verursachte bei „Grill den Henssler“ einen Lachflash.

„So’n bisschen lachen am Sonntagabend muss auch mal sein“, meinte Moderatorin Laura Wontorra und traf damit, immer noch kichernd, ins Schwarze. Die ganze Kochtruppe hatte sich da gerade vom schönsten TV-Lachflash der letzten Zeit erholt. Dieser war der Höhepunkt einer auch sonst sehr gut gelaunt-beschwingten „Grill den Henssler“-Show gewesen. Nur einer blieb eigentlich durchgängig kalt lächelnd cool: Koch Steffen Henssler nutzte das Gegacker und kochte die Promi­geg­ner eiskalt mit 98:77 ab.

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Dabei gaben die Promis wirklich ihr Bestes, Jeanette Biedermann sogar ihr Blut. Die schnitt sich bei der Hauptspeise in den Finger („Ich hab’s geschafft!“), zeigte sich dann aber als echte Powerfrau: Während sie vom Sanitäter versorgt wurde, kochte sie eisenhart weiter und knetete sogar einhändig Klößchenteig. Aber ihr Durchhaltevermögen wurde ebenso wenig belohnt wie die guten Absichten ihrer Partner Joris und Johannes Oerding. Immerhin: So viel Musik war noch nie in der Henssler-Küche gewesen: Biedermann, Joris und Oerding sind Sänger und sind oder waren Teilnehmer einer anderen Vox-Erfolgs­show, „Sing meinen Song“.

Kristof Mulack gibt seine „Grill den Henssler“-Premiere

Frischer Wind herrschte auch im Koch-Coach-Käfig: Da nahm erstmals Kristof Mulack Platz, den Laura Wontorra als den „Popstar unter den neuen, coolen Köchen“ vorstellte. Der Neuling war misstrauisch („Ich weiß noch nicht, ob ich Fan von Steffen bin“) und ehrgeizig – bekam aber das Reißzähnchen gleich beim Improgang gezogen. Henssler machte aus „Entenbrust, Kiwi und Haferflocken“ (Henssler: „Komische Kombi, würd ich nie essen“) das deutlich bessere Gericht. 22:13 wertete die Jury für Henssler, und Mulack war gleich gefrustet und selbstkritisch.

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Henssler tröstete: „Jetzt biste drin in der Sendung: Eine Niederlage im Improgang ist ein bisschen wie entjungfert werden.“ Laura Wontorra nahm das Bild auf: „Ja, danach tut’s nicht mehr so weh“, lachte sie – und erschrak über den eigenen Witz: „Als Frau darf man den doch bringen, oder?“

Boes lästert über Rach: „Du bist aber auch eine Mimi“

Sänger Joris (2016 dreifacher Echo-Gewinner) hat’s mit Kochen eigentlich nicht so. Immerhin: „Im Lockdown habe ich jetzt gelernt, wie man einen richtigen Brunch macht. Die Proseccoflaschen kriege ich jetzt auf.“ Aber man merkte ihm die Defizite nicht an. Mit 19:22 zog er sich bei „Grüner Spargel mit Erbsencreme und Büffelmozzarella“ achtbar aus der Affäre.

Scharf waren allerdings sowohl die Gerichte beider Kontrahenten als auch die Stimmung zwischen den Juroren. Weil Christian Rach mäkelte: „Mir brennen die Lippen“, konterte Kollegin Mirja Boes bös: „Du bist aber auch eine Mimi. Mich kann man gern mal mit Gewürzen überfallen.“ Hintenraus gab auch Reiner Calmund seinen (scharfen) Senf dazu, weil er und Mirja Boes identisch, aber ganz anders als Rach gewertet hatten: „Ja ja, Mirja und ich haben es gleich, aber beide falsch, und nur du hast das richtig gesehen“, sagte er.

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Frust pur: „Wer die Birne verkackt, verkackt die Birne“

Es folgte Jeanette Biedermanns so aufopferungsvoller wie fruchtloser Versuch, Boden gutzumachen. Ausgerechnet mit einem Fischgericht („Fischeintopf mit Klößchen“) wollte sie „Fischpapst Henssler“ (Wontorra) bezwingen. Das Gericht war zwar selbst erfunden, für Henssler dann aber doch keine Herausforderung: Er siegte 26:23, wobei ihm nur eine zerbrochene Miesmuschelschale die Höchstwertung durch Rach vermieste.

Mit einem exotischen Dessertnamen („In Safran pochierte Birne mit gebackener weißer Schokolade und karamellisierten Salzzitronenzesten“) gelang es Johannes Oerding, Steffen Henssler am heißen Herd kalt zu erwischen. „Damit hat er mich überrascht“, zollte Henssler dem Sänger und amtierenden „Sing meinen Song“-Gastgeber Respekt. Das Köcheln verlief dann so unspektakulär und reibungslos wie die beiden ersten Juryurteile von Rach und Boes. Die gaben den Trend schon mal vor: Hensslers Teller wurde vor allem deshalb höher bewertet, weil Oerdings Birne fast knochenhart war. Oerding zerknirscht: „Klar, wer die Birne verkackt, verkackt die Birne.“

„Versprecher des Todes“ erzeugt „Lachflash des Jahrhunderts“

Und dann kam Calli. Der Juror der ersten „Grill den Henssler“-Stunde hatte schon bei der Hauptspeise Ansätze zum Ver­spre­chen gezeigt, er vernuschelte „Muschel“ zu „Mutschel“ und „Scampi“ zu „Campi“. Als er dann aber die „Salzzitronenzesten“ kurzerhand zu „Salzzitzen“ machte, gab’s kein Halten mehr. „Er hat Zitzen gesagt“, kicherte Mirja Boes erst, und die ersten Lachwellen wanderten la-Ola-mäßig durchs Studio. Calmund fühlte sich falsch verstanden und setzte mit „Isch hab nit Titten jesacht, isch hab Zitzen gesacht!“ nach, machte es mit seiner Rechtfertigung aber nur schlimmer. Jetzt wand sich auch Rach („Guck, da ist sogar Laura rot geworden“) unter Lachkrämpfen, Boes gackerte herzlich, und Wontorra ging prustend in die Knie.

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Alle am Lachen – nur Reiner Calmund völlig perplex. Er versuchte weiterhin, sich a) ernsthaft zu rechtfertigen und b) stoisch sachlich das Gericht zu analysieren. Dadurch wurde er noch nervöser und verhaspelte sich nochmals zur „Zitze“ – der „Versprecher des Todes“ erzeugte den „Lachflash des Jahrhunderts“. Nur einer blieb cool: Steffen Henssler grinste: „Der weiß immer noch nicht, warum alle lachen. Der Calli ist so geil!“

Am Ende, die Zwerchfelle beruhigten sich, war’s dann wieder wie zuletzt immer: Steffen Henssler trug mit 98:77 einen souveränen Sieg davon, den bereits vierten in Serie. Die Staffel – nächste Woche steigt die Finalshow – kann er also trotz zweier Pleiten zum Auftakt nicht mehr verlieren.

RND/Teleschau

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