Google Doodle: Das Metropolitan Museum of Art feiert 151. Geburtstag

  • Die Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag mussten für das Metropolitan Museum of Art in New York 2020 pandemiebedingt ausfallen.
  • Ein Jahr später wird das Jubiliäum nachgeholt.
  • Das größte Kunstmuseum der USA wird mit einem Google Doodle geehrt.
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Eigentlich suchen sich die Macher des Google Doodles in der Regel schöne runde Jubiläen aus, doch beim Google Doodle am Dienstag, den 13. April, ist die Wahl auf eine krumme Zahl gefallen: Das Metropolitan Museum of Art (Met) in New York feiert an diesem Tag seinen 151. Geburtstag. Über einer Comiczeichnung des riesigen Museumkomplexes im Central Parc wechseln sich kleine Fotos von Ausstellungsstücken ab: antike Vasen neben weltbekannten Gemälden, Ritterrüstungen neben traditioneller Kleidung Indigener, historische Möbel neben Zeremonienmasken. Kleine Pfade verbinden die Fotos mit dem jeweiligen Standort im Museum auf der Zeichnung – und das ist tatsächlich recht hilfreich. Denn wer das Museum schon einmal besucht hat, weiß, dass man sich in kürzester Zeit heillos verlaufen kann und sich gleichzeitig bei der Masse an Ausstellungen und Exponaten auch zu gerne ablenken lässt. Und die 130.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche lassen sich kaum an einem Tag ablaufen.

Das Met ist ein Universalmuseum – gegründet am 13. April 1870 und eröffnet am 20. Februar 1872 hat es einen Anspruch auf Vollständigkeit in seiner breit gefächerten Sammlung von über drei Millionen Werken. Kunsthandwerk, Malerei und Plastik, antike Kunst, Waffen, Kostüme, Zeichnungen und Drucke, moderne Kunst, Musikinstrumente und Photographie – all diese Sparten werden im Met, das als das zweitmeist besuchte Kunstmuseum der Welt gilt, abgedeckt. Es ist ein Museum der Superlative. Aufmerksamkeit generiert das Museum darüber hinaus mit der jährlichen Met-Gala, die immer mit einem spezifischen Motto hochkarätige Prominente in extravaganten Kostümen anlockt.

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Verspätete Feier durch Corona-Pandemie

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Auch die Corona-Krise ging nicht spurlos an dem riesigen Museum vorbei, das derzeit unter Hygieneauflagen beim Besuch geöffnet ist. Max Hollein, ein Kurator aus Deutschland, ist Direktor des Museums und kündigte in einem Interview mit der „Welt“ im August 2020 an: „Insgesamt werden wir 20 Prozent, also rund 400 Stellen, streichen.“ Als eine der ersten Institutionen in New York hat das Museum im Frühjahr 2020 – und zwar zum ersten Mal seit der Eröffnung 1872 mehrere Monate lang – geschlossen. Wie die meisten Museen in den USA finanziert sich das Haus nur zu einem Viertel aus Staatsgeldern, der Rest wird durch die Eintrittsgelder und großzügige private Spenden gedeckt. Hollein rechnete damit, dass 2020 etwa 150 Millionen Dollar weniger eingenommen worden sind.

Schon vor der Pandemie hat das Met Hunderttausende Fotos von Ausstellungsstücken online zur Verfügung gestellt – nun wurden vor allem interaktive Onlineangebote aufgebaut, um eine starke Bindung zum Publikum aufrechtzuerhalten. Denn selbst wenn das Museum offen ist, fehlen aufgrund der Reiseeinschränkungen internationale Besucher, die sonst in Scharen anreisen.

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Vor einem Jahr wollte das Met eigentlich den 150. Geburtstag groß feiern – mit einer Ausstellung des deutschen Malers Gerhard Richter. Doch ein paar Wochen vor dem Jubiläum mussten die Türen schließen – das wird nun nachgeholt. Und zwar wenn nicht vor Ort mit bombastischen Feiern, dann zumindest online – mit einem Google Doodle.

RND/goe

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