„GNTM“-Finalistinnen über Hass im Netz: „Jede von uns war dafür gewappnet“

  • Das Finale der 16. Staffel von „Germany‘s Next Topmodel“ steht kurz bevor.
  • Die aktuelle Ausgabe der Castingshow lief dabei deutlich anders ab als in den vergangenen Jahren – nicht nur wegen Corona.
  • Wie die vier Finalistinnen die Dreharbeiten in Berlin erlebt haben und wie sie mit Hass im Netz umgehen.
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Die 16. Staffel von „Germany‘s Next Topmodel“ (GNTM) sollte ganz unter dem Thema „Diversity“ (dt. Vielfalt) stehen. Anders waren in dieser Staffel aber nicht nur die Teilnahmekriterien, sondern auch die coronabedingten Dreharbeiten in Deutschland. Statt in die Metropolen der Welt zu reisen, ging es für die Kandidatinnen in Staffel 16 lediglich von einem Berliner Set zum nächsten.

Die vier Finalistinnen sehen jedoch das Positive am monatelangen Dreh nahe der eigenen Heimat. „Ich hab‘s gar nicht mitbekommen“, so Finalistin Romina bei einer Online-Pressekonferenz am Dienstag. „Im Nachhinein fand ich es sogar angenehmer. Es hat sich nach Zuhause angefühlt.“ Auch Soulin sehe berufliche Vorteile am Dreh in Deutschland: „In Berlin gibt es viele Kunden, die im deutschen Markt sind, und nach ‚GNTM‘ werden wir ja auch zuerst in Deutschland starten. Das ist auf jeden Fall ein Pluspunkt für uns, weil wir hier schon eine Basis haben.“

Wenig Zoff, viel Harmonie: Kandidatinnen loben „respektvollen“ Umgang miteinander

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Auf eine luxuriöse Modelvilla in Los Angeles mussten die Kandidatinnen ebenfalls verzichten. Stattdessen wurden die jungen Frauen in einem modernen Loft untergebracht. Dass es auf engem Raum häufig zu Streitereien kommt, sei da ganz natürlich. „Es ist normal, dass man sich in die Haare bekommt, wenn man ‚24/7′ aufeinanderhockt und dabei gefilmt wird“, erklärte Finalistin Dascha.

Vor allem Soulin war durch ihren Ehrgeiz des Öfteren angeeckt. „Ich glaube schon, dass ich einen sehr starken Charakter habe. Hauptsache ist, dass man erwachsen bleibt und respektvoll miteinander umgeht. Genau deswegen war es so harmonisch in der Staffel.“ Auch Finalistin Alex betonte den erwachsenen Umgang der Frauen untereinander. „Wir haben uns danach jedes Mal wie erwachsene Menschen zusammen hingesetzt und konnten Dinge dann sehr zivilisiert und auch in kurzem Zeitrahmen klären.“

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Finalistin Soulin über Hasskommentare: „Damit habe ich mich sehr schwergetan“

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Nicht ganz so harmonisch sei es für die Finalistinnen hingegen in den sozialen Medien abgelaufen. Bereits nach Ausstrahlung der ersten Folgen habe es viele Gegenstimmen gegeben. „Wenn man sich in die Öffentlichkeit begibt, dann können einen nicht alle lieben. Damit muss man seinen Umgang finden“, so Soulin in der Pressekonferenz. „Natürlich kam oft das Thema Syrien auf und warum ich es so häufig erwähnt habe. Damit habe ich mich sehr schwergetan, weil es nicht meine Intention bei ‚GNTM‘ war, meine Geschichte zu verzieren und zu sagen: ‚Hey, gebt mir eine Mitleidskarte.‘“

Vielmehr sei es ihr wichtig gewesen, Licht auf ein Thema zu werfen, das in Vergessenheit geraten würde. „Das haben die Menschen teilweise anders verstanden und sich darüber lustig gemacht, was ich schade fand.“

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Cybermobbing durch „GNTM“-Teilnahme? „Jede von uns war dafür gewappnet“

Auch Romina habe anfangs viele Hasskommentare bekommen. „Ich finde im Großen und Ganzen nicht, dass Cybermobbing auf Instagram besser geworden ist. Ich hoffe, dass sich da in Zukunft noch was tut, denn es gibt nichts Schlimmeres als diesen Hass.“ Dascha falle es leichter, über negative Kommentare hinwegzusehen. „Mobbing im Netz wird es immer geben und es wird immer Menschen geben, die Hassnachrichten schreiben. Aber sollen sie machen, damit erreichen sie nichts.“

Finalistin Alex, die nach eigener Aussage wenig bis kaum Erfahrungen mit (Cyber-)Mobbing gemacht hat, sei mit der Problematik erst durch die Teilnahme an „Germany‘s Next Topmodel“ in Kontakt gekommen. „Jede Einzelne von uns vier war im Vorfeld dafür gewappnet, dass so was passieren kann.“

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„GNTM“-Finale ohne die Top 10

Details zum bevorstehenden Staffelfinale am Donnerstag (27. Mai, 20.15 Uhr) konnten die Kandidatinnen nicht verraten. Fest steht bereits, dass es deutlich kleiner als erwartet ausfallen wird: Wie der Sender Pro Sieben mitteilte, war eine der zehn besten Kandidatinnen im Vorfeld positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Finale wird daher nur mit den vier Finalistinnen stattfinden. Kandidatin Alex versprach jedoch bereits: „Es wird eine große Überraschung für alle!“

RND/al

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