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„Gipfel der Quizgiganten“: Ex-Quiz-Millionärin scheitert an Kerner, Jauch und Cantz

Johannes B. Kerner (links), Günther Jauch (Mitte) und Guido Cantz legten sich bei "Gipfel der Quizgiganten" ins Zeug - mit durchwachsenem Erfolg.

„Hier schwingt schon die nächste Gipfelstürmerin mit den Flügeln“, kündigte Moderatorin Palina Rojinski eine Galionsfigur des österreichischen Quizwesens an: 2005 erlangte Elfriede Awadalla durch ihren Millionengewinn im dortigen Pendant zu „Wer wird Millionär?“ kurzfristige Berühmtheit.

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Was ihr durch ihre Arbeit bislang verwehrt war - die gebürtige Burgenländerin Awadalla hat 15 Bücher im Wiener Dialekt verfasst -, brachte das höchste Preisgeld bei der „Millionenshow“. Es folgte ein tragischer Absturz: Wie sie zuletzt der „Bild“ verriet, sei von der Million „nichts mehr da“. Durch unglückliche Häuser- und Verlagsdeals lebe die Schriftstellerin und Lokalpolitikerin heute nur noch von ihrer Rente.

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Das wollte Awadalla bei der zweiten (und vorerst letzten) Ausgabe von „Gipfel der Quizgiganten“ ändern. Einen „souveränen Durchgang“ hatte sie sich für die RTL-Show vorgenommen: „Ich bin eine echte Quizmillionärin und weiß, wie es ist, ganz oben zu stehen.“ Aber genau das stellte sich nicht ein. So erkannte sie eine „neuartige Nutzpflanze, an der gleich zwei beliebte Gemüsesorten wachsen“ nicht als „Tomoffel“, sondern vermutete „Sparginat“. Auch wusste sie nicht, dass Rod Stewart ein fast manischer Bauer von Modelleisenbahnen (bei seinem Umzug von England in die USA erforderten die Teile sieben Container!) ist, sondern deklarierte den Sänger als leidenschaftlichen Hobby-Aquarellmaler.

Ping Pong der Generationen

Somit kam es im nicht immer elegant dahinfließenden Verlauf der Show leider nicht zur Rehabilitation einer Gefallenen, dafür zu allerlei semi-lustigen Spielen: Einer Runde Billard (Palina Rojinski: „Aber bitte lasziv!“), bei der der Hauptgag darin bestand, dass die Showmaster Westen in der Farbe ihrer Queues trugen. Nur bedingt kurzweilig geriet auch die Aufgabe, aus bunten Steinchen den höchsten Turm zu bauen.

Aber dann erschien immerhin ein erstaunliches Tischtennistalent: Für die grauen oder wenigstens platinblonden Eminenzen der deutschen Quizunterhaltung Günther Jauch („Wir sind eigentlich nur die Menschen, die die Fragen, die wieder andere für uns entwickelt haben, im Fernsehen vorlesen“), Johannes B. Kerner („Im Triumvirat können wir unser Nichtwissen kaschieren“) und Guido Cantz („Schwächen sehe ich bei mir nur im Bereich: südkoreanischer Ausdruckstanz“) galt es, die Angaben der aufstrebenden Jugendmeisterin Mia Griesel (15) zu erwidern - „bitte möglichst nach den Regeln“ (Rojinski). Ein Ping Pong der Generationen: „Hast du schon mal gegen deinen Opa gespielt?“ fragt Cantz die 15-Jährige. Deren Kichern sprach Bände.

Mit Käse zum Jackpot

„Vom Schulhof über den Kindergarten in die Kneipe“, fasste Moderatorin Rojinski die Spielrunden zusammen. Für den Gewinnsummen-Jackpot hatte das eher wenig Belang: Fortwährend verschätzte sich das Publikum bei der Frage, wer die Runde gewinnen würde, wodurch für die Finalisten, den polyglotten Medizinstudenten Ivan Buljan (45) aus Split, und den Münzen-, Landkarten- und Wikipedia-Einträge sammelnden Berner Marcel Zumstein (47) nur eine Gewinnsumme von 66.500 Euro zusammen kam - fast 20.000 Euro weniger als in der ersten Folge.

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Doch um sie zu gewinnen, reichte in dieser streckenweise käsigen Show eine ganz simple, wenn auch etwas streng schmeckende Einsicht: dass Roquefort nicht aus Ziegen-, sondern Schafsmilch besteht.

RND/Teleschau

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