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Tödliche Schüsse am Set von „Rust“: Für George Clooney sind die Schuldigen klar

George Clooney äußert sich zu den Vorfällen am Set von „Rust“.

Nach dem Tod der Kamerafrau Halyna Hutchins durch einen Schuss des Schauspielers Alec Baldwin am Set des Films „Rust“ äußert sich nun Hollywood­schauspieler George Clooney zu dem Vorfall. In einem Podcast mit dem US-Comedian Marc Maron kritisiert Clooney die Geschehnisse. Wenn er am Filmset eine Waffe benutze, gäbe es ein bestimmtes Verfahren: „Jedes einzelne Mal, wenn mir am Set eine Waffe übergeben wird, schaue ich sie an, öffne ich sie, zeige sie der Person, auf die ich zielen soll, zeige sie der Crew. Nach jeder einzelnen Aufnahme gebe ich sie zurück an den Waffenmeister, ehe das Ganze bei der nächsten Aufnahme von vorn beginnt“, zitiert N‑TV Clooney aus dem Podcast.

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Ein solches Verfahren sei inzwischen eigentlich Standard. Er hoffe, auch Alec Baldwin habe sich entsprechend verhalten. Außerdem weist Clooney darauf hin, dass es schwierig sei, echte und unechte Patronen zu unterscheiden: „Das Problem ist, dass Attrappen knifflig sind. Sie sehen wie echte Patronen aus. Sie haben nur ein kleines Loch auf der Rückseite, durch das das Pulver entfernt wurde.“

Waffe von Alec Baldwin nicht ordnungsgemäß überprüft

Der US-Schauspieler hatte vergangene Woche bei einem Filmset die Kamerafrau Halyna Hutchins getötet und den Regisseur Joel Souza verletzt.

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Wo war das fachkundige Personal?

So etwas ließe sich wohl durch fachkundiges Personal vermeiden, welches nach Meinung von Clooney nicht ausreichend vorhanden war: Er wirft der Produktion im Podcast vor, dass am Set von „Rust“ offenbar so geknausert wurde, dass unerfahrene Kräfte zum Einsatz kamen. Dies belegt er im Podcast nicht – bekannt ist aber, dass es sich bei dem Film um eine sogenannte Low-Budget-Produktion handelt, die Ausgaben sollten nur einige Millionen Euro betragen, was für Hollywood­produktionen sehr gering ist.

Außerdem betont Clooney, dass der Vorfall ein „tragischer Unfall“ war. Dennoch ist der Fall für ihn klar: „Ich habe die Nachrichten verfolgt und muss sagen, mit dem Regieassistenten haben sie den Schuldigen“, zitiert N‑TV den Podcast. „Ich kenne den Typen nicht. Aber ich arbeite nun seit 40 Jahren an Sets. Und die Person, die dir die Waffe übergibt und die Verantwortung dafür trägt, ist entweder die, die für die Requisiten zuständig ist, oder der Waffenmeister. Punkt.“ Für die zuständige Bezirksstaatsanwältin hingegen ist der Fall nicht ganz so klar. Bei der letzten Pressekonferenz sagte Mary Carmack-Altwies, dass man niemanden von den Ermittlungen ausschließe: „Alle Optionen sind auf dem Tisch.“

Baldwins Bruder auf Verteidigungskurs

Eine gänzlich andere Meinung vertritt dagegen Baldwins Bruder Daniel. In der Radioshow „The Domenick Nati Show“ verteidigt er seinen Bruder. „Alec trägt überhaupt keine Schuld an der Sache. Der Waffenmeister ist für die Waffen verantwortlich“, sagt er. „Der erste Regieassistent hätte sehen müssen, wie ihm eine leere Waffe ausgehändigt wird, oder die Waffe selbst abfeuern müssen. Ich weiß nicht, was ihn dazu veranlasst hat, am Drehort ‚kalte Waffe‘ zu melden. Allein diese Ansage entlastet Alec von jeglichem Fehlverhalten oder jeglicher Verantwortung.“

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Außerdem hat Daniel Baldwin, der ebenfalls Schauspieler ist, eine weitere Theorie: „Die Verantwortung liegt zunächst beim Waffenmeister“, sagt er, „aber Alec hat ja den Namen. Also geben wir ihm die Schuld wegen seiner politischen Ansichten. Er ist eine Zielscheibe.“

Die Polizei ermittelt weiter

Der Vorfall während der Dreharbeiten zu dem Low-Budget-Western „Rust“ mit Alec Baldwin ereignete sich am 21. Oktober auf einer Filmranch in Santa Fe (New Mexico). Baldwin (63), der als Hauptdarsteller und Produzent bei dem Film mitwirkt, hatte die Waffe bei der Probe für eine Szene abgefeuert. Aktuell ermittelt die Polizei, wie offenbar scharfe Munition in den Revolver gelangt war.

RND/lka

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