Free ESC: Helge Schneider singt für Deutschland – als Udo Lindenberg

  • Es war die Frage aller Fragen: Wer tritt beim Free ESC 2021 auf Pro Sieben für Deutschland an?
  • Und siehe da: Free-ESC-Erfinder und Produzent Stefan Raab hatte vorab nicht zu viel versprochen.
  • Mit Helge Schneider konnte ein ganz Großer der Branche verpflichtet werden – erneut.
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Unterföhring. Erst kürzlich hatte sich TV-Legende Stefan Raab zu einigen vagen Andeutungen hinreißen lassen: „Auch in diesem Jahr gilt: Für Deutschland tritt eine echte Legende an. Dazu sieht er auch noch unglaublich gut aus.“ Und er sollte recht behalten: Mit Helge Schneider konnte wieder ein ganz Großer der Branche verpflichtet werden.

Auch schon 2020 hatte Helge Schneider mit seinem Corona-Song „Forever at Home“ die Poleposition besetzt. Doch am Ende war es ein Rennen zwischen Ilse DeLange für die Niederlande und Nico Santos für Spanien geworden. Schließlich gewann Nico Santos den Free ESC 2020 mit dem Song „Like I Love You“.

Eigene Version des Eurovision Song Contest

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Zum zweiten Mal nun präsentierte Pro Sieben seine eigene Version des Eurovision Song Contest. Neben Mandy Capristo (Italien) gingen etwa Milow für Belgien und Ben Dolic (der am 16. Mai letzten Jahres Deutschland in Rotterdam hätte repräsentieren sollen) für Slowenien ins Rennen. Für Polen sang das Schlagerduo Fantasy („Gespenster der Nacht“), und für die Türkei legte sich Elif ins Zeug. Titelverteidiger Spanien vertrat Juan Daniél. Und nachdem England (Mighty Oaks) und Kroatien (Jasmin Wagner – ihre Mutter ist Kroatin) und die Niederlande (Danny Vera) ihre Vertreter hatten präsentieren dürfen, gestalteten erst noch Griechenland (Sotiria), Irland (Rea Garvey), Österreich (Mathea), Frankreich (Hugel), Schottland (Amy Macdonald) und die Schweiz (Seven) mit ihren Beiträgen den Abend, bis dann am Schluss der Darbietungen endlich Deutschland an der Reihe war – mit: Helge Schneider, der als Udo Lindenberg verkleidet sang. Die Überraschung war gelungen.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz konnten die Zuschauer nun per Telefon- und SMS-Voting für ihre Favoriten abstimmen. In den anderen Ländern vergaben ausgewählte Free-ESC-Sympathisanten die begehrten Punkte. Für die Niederlande wurde etwa zu Moderatorin Sylvie Meis geschaltet, für Kroatien vergab Model Monica Ivancan bis zu „12 points“. Rapper Eko Fresh gab die Wertungen für die Türkei ab, Sänger Pietro Lombardi für Italien. Entertainer Ross Antony wertete für England, in Österreich verkündete Musikerin Christina Stürmer die Punkte des Zuschauervotings.

Als Ersatz für den ESC

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Stefan Raab hatte den Free ESC im vergangenen Jahr als Ersatz für den ESC ins Leben gerufen. Damals lief er zeitgleich zur ARD-Ersatzshow mit Barbara Schöneberger. In diesem Jahr lief die Veranstaltung eine Woche vor dem offiziellen ESC. Gesendet wurde der Free ESC aus der Lanxess-Arena in Köln.

Entertainer und ESC-Urgestein Stefan Raab

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Dass Entertainer und ESC-Urgestein Stefan Raab selbst in der Show auftauchen könnte, galt von Anfang an als unwahrscheinlich: „Wenn Conchita und ich auf der Bühne keinen Mist bauen, wird Stefan nicht auf die Bühne kommen“, so Moderator Steven Gätjen, der den Free ESC zusammen mit Conchita Wurst moderierte.

Schon im vergangenen Jahr hatten Fans auf ein Comeback Raabs vor der Fernsehkamera gehofft, doch auch damals blieb der Wunsch unerfüllt. Raab sitze in der Regie der Sendung und fühle sich dort auch ganz wohl, hieß es am Mittwoch in der Pressekonferenz.

RND/ma

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