Frauenproblem? ARD weist Kritik an Programmdirektor Herres zurück

  • Mit einem Interview hat ARD-Programmdirektor Volker Herres viel Kritik ausgelöst – auch aus den eigenen Reihen.
  • So sagte er unter anderem, es gebe kein “weibliches Pendant zu Kai Pflaume” und ihm falle keine Moderatorin für eine Samstagabendshow ein.
  • Nun äußert sich das Erste zu den Vorwürfen.
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Mit einem Interview in der “Bild am Sonntag” hat ARD-Programmdirektor Volker Herres für viel Kritik – auch aus den eigenen Reihen – gesorgt. Angesprochen auf die geringe Anzahl an Moderatorinnen im ARD-Showbereich hatte Herres darin gesagt, ihm falle kein weibliches Pendant zu etwa Kai Pflaume ein. Dieser begeistere mit seiner “Empathie und Zugewandtheit” große Mehrheiten für sich. “In der Showunterhaltung trifft man nicht viele Frauen an”, sagte Herres. Falls er jemanden übersehen habe, dürfe man sich aber gern bei ihm melden, fügte er hinzu.

Das taten dann zahlreiche Menschen im Netz – darunter Eva Schulz, selbst Moderatorin eines ARD-Formats. Ihr zur Seite sprang unter anderem auch Moderatorin Dunja Hayali.

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ARD weist Kritik zurück

Nun hat sich das Erste zu der heftigen Kritik an Programmdirektor Herres geäußert. Ein Sprecher der ARD-Programmdirektion teilte gegenüber dem Nachrichtenportal “Watson” mit: “Herr Herres nimmt die genannten Frauen nicht nur wahr, sondern schätzt auch ausnahmslos ihre Arbeit.” Weiter sagte er demnach: “Selbstverständlich hält Herr Herres Frauen für geeignet, Unterhaltungsshows zu präsentieren.”

Der ARD-Programmdirektor wünsche sich ausdrücklich eine Moderatorin am Samstagabend. “Voraussetzung ist, dass Sendeplatz, Format und Moderation perfekt zusammenpassen.”

RND/hsc

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