Fiete Korn als Praktikant bei Jan Böhmermann: „Alle sind total nett hier“

  • Fiete Korn, Deutschlands wohl bekanntester Abiturient, hat sein Praktikum bei Jan Böhmermann angetreten.
  • Alle seien „total nett hier“, er habe den ZDF-Satiriker auch schon kennengelernt, so der 18-Jährige zur „Ostsee-Zeitung“.
  • Wird er auch einen Auftritt vor der Kamera haben?
Anzeige
Anzeige

Köln. Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt: Wegen Kritik in einer Abirede war Fiete Korn von seinem Schulleiter angezeigt worden. Rechtlich blieb das für den 18-Jährigen am Ende folgenlos, ZDF-Satiriker Jan Böhmermann bot ihm allerdings ein Praktikum an. Und das hat Fiete Korn jetzt angetreten.

„Alle sind total nett hier. Ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben“, berichtete Korn der „Ostsee-Zeitung“ von seinem ersten Praktikumstag beim „ZDF Magazin Royale“. Viel Zeit zum Smalltalk am Telefon habe er aber nicht: „Ich sitze gerade mit zwei Autoren zusammen, die an den Gags für die nächste Sendung schreiben“, sagte der 18-Jährige über seinen Praktikumsantritt in Köln-Ehrenfeld. Wobei: „Ich sitze eigentlich daneben und kann meine Ideen äußern.“

Vermeintlich niedere Praktikantenjobs wie Kaffee kochen, Papierkram sortieren oder das Telefon verwalten musste Korn zum Start nicht machen, wie er der „Ostsee-Zeitung“ sagte: „Ich bin ja hier, um zu lernen.“ Trotzdem würde er natürlich auch diese Jobs übernehmen. Auch Jan Böhmermann hat Fiete Korn am Montag bereits persönlich getroffen. „Es fühlt sich hier alles sehr gut an. Ich bin hier mittendrin im Team gelandet.“ Ob er auch einen Auftritt vor der Kamera haben werde, sei noch unklar.

Anzeige
Das Stream-Team Was läuft bei den Streamingdiensten? Was lohnt sich wirklich? Die besten Serien- und Filmtipps für Netflix & Co. gibt‘s jetzt im RND-Newsletter „Stream-Team“ – jeden Monat neu.

Staatsanwaltschaft stellte Ermittlungen gegen Fiete Korn ein

Korn hatte auf dem Abiball seiner Schule in Prerow auf dem Darß in einer zweiminütigen Stegreifansprache die Art und Weise kritisiert, wie die Schulleitung mit den Schülern umgehe. Er „bedankte“ sich für Schulverweise anderer Schüler und dafür, dass Schüler motiviert worden seien, ihre Mitschüler zu überwachen. Die Rede hatte ein Mitschüler gefilmt und über die sozialen Netzwerke verbreitet.

Der Schulträger nannte die Vorwürfe des Abiturienten „unberechtigt beziehungsweise aufgebauscht“. Der Direktor erstattete Anzeige gegen den 18-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft Stralsund stellte die Ermittlungen aber später ein. Sie habe keine hinreichenden Belege gefunden, die den Tatvorwurf der üblen Nachrede und Beleidigung ausreichend bestätigen, hieß es.

RND/seb/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen