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Feministin stürmt „Hart aber fair“: Das waren die größten Talkshow-Eklats

  • Eine Zuschauerin hat den Polit-Talk „Hart aber fair“ gestürmt, um über Feminismus zu sprechen.
  • Immer wieder gibt es in Talkshows Störungen durch das Publikum.
  • Eine Übersicht über die kuriosesten Aktionen in Livesendungen.
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Hannover. „Darf ich stören? Ich würde gern eine Forderung in den Raum stellen“, sagte Katja Hartwig, während sie am Montagabend die Bühne der Talkshow „Hart aber fair“ betrat. Gegenüber Moderator Frank Plasberg stellte sie sich als Feministin vor. Hartwig forderte, dass dieses Thema nun auch in der Sendung besprochen werden sollte – bitte sofort.

Eigentlich wollte Plasberg unter anderem mit Hundetrainer Martin Rütter über das Thema Tiere sprechen. Der ARD-Talkmaster moderierte Hartwigs Anliegen gekonnt ab: „Darf ich Sie um eins bitten? Sie haben es jetzt gesagt, und wir werden uns nachher noch mal mit Ihnen unterhalten“, sagt er und bat die engagierte Feministin von der Bühne.

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Oberkörperfreier Protest und „Blut und Spiele“

Zuschauer, die sich in die Sendung einmischen – das kommt tatsächlich immer wieder vor. Es kann ziemlich stören aber auch sehr unterhaltsam sein. Und auch die Moderatoren reagieren auf solche Zwischenfälle.

Besonders in Erinnerung geblieben ist eine Aktion der Frauenrechtsgruppe Femen in der Sendung „Markus Lanz“ im Dezember 2013. Damals waren zwei Aktivistinnen oberkörperfrei auf die Bühne gestürmt, um gegen die umstrittene Vergabe der Fußballweltmeisterschaft in Katar 2022 zu demonstrieren. Sie hatten sich Fußbälle auf ihre Brüste gemalt, auf ihren Bäuchen standen die Slogans „Blut und Spiele“ und „Spiele nicht mit Menschenrechten“.

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Das Thema der Lanz-Sendung war Fußball. Die Femen-Aktivistinnen wollten mit ihrer Aktion auf die Arbeitsbedingungen in Katar aufmerksam machen. „Botschaft angekommen“, sagte Moderator Markus Lanz schmallippig.

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Weniger konstruktiv brachte sich eine Zuschauerin im März dieses Jahres im ZDF-„Morgenmagazin“ mit Moderator Dunja Hayali ein. Während der Livesendung drängte die Frau auf die Bühne. „Müsst ihr hier eigentlich alle anlügen? Lügenpresse, Lügenfresse, oder was?!“, rief sie aggressiv. „Sind bei dir die Mainzelmännchen zu Hause, oder was?“, fragte sie Hayali direkt.

Sie und ihr Kollege Andreas Wunn waren sichtlich überrascht. Schließlich bot Hayali der Frau das Gespräch an. Die Unruhestifterin durfte im Saal bleiben.


Günther Jauch reagiert souverän

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Souverän ging auch Talkmaster Günther Jauch mit Störungen um: 2012 rief ein Zuschauer mehrfach aus dem Publikum, um gegen den geplanten Neubau der Berliner Schauspielhochschule Ernst Busch zu protestieren. Das Sicherheitspersonal trug den Mann aus dem Studio – doch damit war Jauch überhaupt nicht einverstanden. „Wir sind nicht in der Ukraine“, rief er in Richtung der Mitarbeiter und forderte sie auf, den Verursacher im Saal zu lassen. Jauch stellte klar, dass er niemanden aus dem Studio werfe, sich aber auch keine Themen aufzwingen lasse.

Zwei Jahre später stürmte ein Zuschauer „Freiheit! Freiheit!“ rufend auf die Bühne. Jauch erklärte seinen Talkgästen, darunter Edmund Stoiber (CSU), und dem Publikum, dass der Mann persönliche Probleme habe. „Es geht ihm gut“, versicherte der Talkmaster.

RND/man


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